Werke von Otto Tschumi in der Galerie Gersag Emmen
Die Galerie Gersag in Emmen (LU) zeigt in ihrer Sommerausstellung Werke von Otto Tschumi. Zu sehen sind rund 70 Bilder, ergänzt durch Fotografien von Tschumi, aus der Sammlung des Kunstmuseums Bern. Die Ausstellung dauert bis zum 1. Oktober.
Der Maler, Zeichner und Schriftsteller Otto Tschumi (1904-1985) war ein bedeutender Vertreter des Kreises der Phantasten. Auf der Grundlage soliden Handwerks und technischen Könnens schuf er surrealistische Werke, teils leicht und heiter verzerrt, teils schwer und düster.
Tschumi schuf bizarr übersteigerte, seltsam verformte Szenerien, oft mit einem Schuss Poesie und Selbstironie. Er bezeichnete sich gern als Autodidakten, bevorzugte Sujets wie Katzen, Pferde, malerisch platt gewalzte oder skelettierte menschliche Körper, Schiffswracks, potemkinsche Dörfer und halluzinative Erscheinungen in wüstenähnlichen Landschaften.
1960 vertrat Tschumi, zusammen mit Varlin und dem Bildhauer Robert Müller, die Schweiz an der Biennale in Venedig.
Die Ausstellung im Emmen umfasst rund 70 Arbeiten aus dem Nachlass aus der Zeit von 1930 bis 1980. Daneben werden Beispiele des wenig bekannten fotografischen Oeuvre Tschumis gezeigt.
Sein Umgang mit Sprache kommt in Tagebuch-Eintragungen und anderen kurzen Texten zum Vorschein. Ein Video-Beitrag rundet den dokumentarischen Teil der Ausstellung ab.
swissinfo und Agenturen
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