Willisau: Während vier Tagen aktuellen Jazz
Zum 27. Mal findet das Jazz Festival Willisau statt. Vom 30. August bis zum 2. September wird das Luzerner Städtchen zur Plattform des zeitgenössischen Jazz. "Viel Neues bei bewährtem Konzept" verspricht Organisator Niklaus Troxler.
Den Auftakt macht am Donnerstag (30.08.) der vietnamesische Gitarrist Nguyên Lê mit der Gruppe «Maghreb & Friends». Im zweiten Konzert ist Jean-Paul Bourellys Gruppe zusammen mit der Legende Archie Shepp zu hören. Für den Abschluss am Sonntag (02.09.) sorgen zwei Band-Leaderinnen: Die Sängerin Maria Joao und die Schlagzeugerin Terri Lyne Carrington.
Verschiedene Strömungen des zeitgenössischen Jazz
Zwischen diesen beiden Fixpunkten präsentiert der Organisator Niklaus Troxler ein vielseitiges Programm, das verschiedene Strömungen des zeitgenössischen Jazz aufzeigt, aber auch Altmeister zum Zug kommen lässt. Zu letzteren gehören neben Shepp (64) der Meister-Drummer Elvin Jones (74) sowie die Pianisten Andrew Hill (64) und Misha Mengelberg (66).
Neue und jüngere Sounds sind am Freitagabend (31.08.) zu hören. Unter dem Titel «Samplings» treten der New York-Schweizer Jojo Mayer und seine Band «Nerve» sowie die norwegische Gruppe «Khmer» von Nils Petter Molvaer auf.
Duo-Konzerte als Höhepunkte
Zu den musikalischen Höhepunkten des Willisauer Festivals zählen seit Jahren die Duo-Konzerte. Auch diesmal versprechen drei exklusive Dialoge Spannung: Die Pianistin Sylvie Courvoisier trift auf den Geiger Mark Feldmann, der Bandoneon-Spieler Dino Saluzzi auf den Perkussionisten Pierre Favre und der Klarinettist Don Byron auf den Pianisten Uri Caine.
Vielversprechend ist das Programm des Samstagabends (01.09.). Neben dem Solo-Auftritt von Andrew Hill bringt der Schlagzeuger Jim Black seine junge Gruppe «Alas No Axis» und der spanische Bassist Renaud Garcia-Fons seine Grossformation «Oriental Bass» nach Willisau.
Niklaus Troxler, der in Willisau seit 35 Jahren Jazzkonzerte organisiert, strebt für sein Festival jeweils ein ausgewogenes Programm an. Einerseits etablierte und bekannte, anderseits junge und unbekannte Musiker; einerseits Musik, die ihre Herkunft nicht verleugnet, anderseits auch Experimentelles.
swissinfo und Agenturen
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