Lausanne und Rapperswil bleiben A-klassig
Lausanne und Rapperswil-Jona haben sich den Verbleib in der Eishockey-Nationalliga A frühzeitig gesichert.
Eine Doublette von Gerd Zenhäusern und Dejan Lozanov liess das playoffwürdige Lausanner Publikum innerhalb von 25 Sekunden zum vorletzten Jubelsturm hinreissen – den letzten inszenierten die über 9000 Supporter beim Ertönen der Schlusssirene.
Die Churer konnten sich über die Höhe der vierten Niederlage keineswegs beklagen, angesichts der teils drückenden Überlegenheit Lausannes hätte ein deutlicheres Verdikt niemanden überrascht und eher den Stärkeverhältnissen entsprochen. Phasenweise vollführte der Aufsteiger einen regelrechten Sturmlauf.
Nur einer behielt einigermassen die Übersicht: Tobias Stephan. Das 18-jährige Super-Talent blockierte 27 schwierig zu haltende Schüsse, bei den Gegentreffern traf ihn keine Schuld.
Mit seiner Klasse und erstaunlichen Reife hob sich der Nachwuchs-Internationale, der seine Karriere wohl demnächst in Kloten unter Wladimir Jursinow fortsetzen wird, vom biederen Rest (erschreckend) deutlich ab.
Kein freiwilliger Abstieg
Freiwillig, daran gibts aus Churer Warte selbst nach den Fehltritten gegen Lausanne offenbar nichts zu zweifeln, wird der EHC seinen Platz in der Elite des Schweizer Eishockeys nicht preisgeben.
Sollten die Bündner den Fall in die NLB mit sportlichen Mitteln noch vermeiden können, wollen sie auch kommende Saison in der höchsten Liga vertreten sein. Ein Rückzug aus freien Stücken sei trotz der angespannten Finanzlage kein Thema, liess der Churer Verwaltungsrat verlauten, vielmehr werde man morgen Samstag fristgerecht die neue NLA-Lizenz beantragen.
Rapperswil im Spargang
Zyniker hätten in Langnau zwei Drittel lang behaupten können, die Rapperswiler (und ihr Kassier) würden sich lieber vor eigener Kulisse in die Ferien verabschieden. Wer die Partie in der Ilfishalle verfolgte, wurde während 40 Minuten den Eindruck jedenfalls nicht los, die Gäste stemmten sich nicht mit letzter Konsequenz gegen die drohende Niederlage.
Erst im fünften Akt, der mit einer Penalty-Lotterie beschlossen wurde, gelang den St. Gallern die endgültige Korrektur des zuvor schwachen Auftritts.
Während die Langnauer beim Solo-Lauf auf Rapperswils Hüter Berger allesamt an ihren Nerven scheiterten, behielten in den Reihen der Gäste wenigstens Markus Bütler und Mike Richard – er bei seiner Dernière im SCRJ-Dress – dieselbigen unter Kontrolle, womit sie der Saison ein Ende setzten.
swissinfo und Agenturen
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