Leichtathletik: André Bucher in der Golden League
Direkt aus dem Höhentraining in St. Moritz ist André Bucher nach Monte Carlo in die Golden League zurückgekehrt. Wie viele andere Athleten bestreitet auch er den letzten ernsthaften Wettkampf vor den Weltmeisterschaften in Kanada.
Seit Mittwoch steht zudem fest, dass zwei starke 800-m- Konkurrenten Buchers an den WM fehlen werden: Weltrekordler Wilson Kipketer (Dä) und Hallen-Weltmeister Juri Borsakowski (Russ).
Kipketer kam wegen einer Fussverletzung nicht in Fahrt, Borsakowski soll mit seinen 20 Jahren noch nicht einem harten WM-Turnier unterworfen werden. Wie sein Trainer ankündigte, figuriert der Russe nicht im WM-Aufgebot seines Landes.
Noch 27 im Gold-Rennen
Monte Carlo steht als vierter Golden-League-Anlass des Jahres am Ende der ersten Wettkampfserie. Diese wird nach den WM mit der Revanche in Zürich (17. August) fortgesetzt. Danach folgt Brüssel (24. August), und in Berlin (31. August) wird der aus 50 kg Gold bestehende Siegeskuchen unter jenen Athletinnen und Athleten aufgeteilt, die mindestens fünf Mal siegreich blieben.
Kipketer nur als Gast dabei
Ebenfalls in der Golden League ungeschlagen, aber «erst» mit zwei Siegen auf dem Konto, ist André Bucher, der Schweizer Hallen-WM-Dritte und Olympia-Fünfte über 800 m.
Bucher zog sich nach einer harten (und erfolgreichen) Wettkampfphase mit Siegen in Luzern, Rom, Lausanne und Paris und dreimaliger Verbesserung der Jahres-Weltbestzeit auf zuletzt 1:43,34 (Paris) in die Höhe zurück. Wie im Training in St. Moritz trifft er auch in Monte Carlo den früheren Überflieger auf der Zweirunden-Distanz an, den Dänen Kipketer – allerdings nur am Rande der Bahn.
Sabine Fischer verunsichert
Am Montag (23.07.) wird die Selektions-Kommission des Verbandes darüber entscheiden, ob die Olympia-Neunte Sabine Fischer zu den WM nach Edmonton mitgenommen wird. Abhängig davon ist ihre Vorstellung in Monte Carlo.
Fischer, die «heftig erschrak», als ihre Schmerzen im Fuss als Ermüdungsbruch diagnostiziert wurden, fühlt sich inzwischen recht gut in Form, ist aber logischerweise verunsichert, da sie stets reduziert trainierte.
swissinfo und Agenturen
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