Rassismus bei der Schweizer Polizei
Rassismus ist nach Angaben von amnesty international (ai) in allen Ländern der Welt zu finden. In den meisten Staaten fänden sich zudem Muster von Haft und Verurteilungen, die einen rassistischen Hintergrund haben. Auch aus der Schweiz liegen Berichte über Misshandlungen vor.
In einem Bericht, den die Menschenrechts-Organisation am Mittwoch (25.07.) im Hinblick auf die Weltkonferenz gegen Rassismus von Anfang September in Durban veröffentlichte, heisst es: «Aus rassistischen Gründen werden Menschen zu schwereren Strafen und auch häufiger zum Tod verurteilt». So spiele die Hautfarbe des Mordopfers in den USA bei Todesurteilen eine Schlüsselrolle. Die Zahl schwarzer und weisser Mordopfer halte sich die Waage, aber 80 Prozent der seit 1977 Hingerichteten hätten eine weisse Person ermordet.
Rassismus bei Schweizer Polizei
Auch zwischen Rassismus und der Anwendung von Gewalt durch Staatsbeamte bestehe ein Zusammenhang, schreibt amnesty weiter. In vielen Ländern würden ethnische Minderheiten häufiger Opfer von Angriffen, Misshandlungen und Folter durch die Polizei. Auch aus der Schweiz habe die Organisation Berichte über Misshandlungen durch die Polizei erhalten, bei denen Menschen anderer Hautfarbe rassistisch beleidigt worden seien. Ermittlungen der Justiz und der Verwaltungsbehörden zur Aufklärung derartiger Vorfälle verliefen laut amnesty in einigen Fällen unbefriedigend.
Weltweit lebten Ausländer, Migranten und Asylsuchende in einem fremden-feindlichen Umfeld, das manchmal sogar von den Behörden aufgeheizt werde. Die Menschenrechts-Organisation beklagte zudem die Inhaftierung von Kurden, die sich öffentlich zum «kurdischen Volk» bekennen, Übergriffe gegen Roma in «vielen europäischen Staaten» sowie die Diskriminierung von gegen 300 Millionen Angehörige indigener Völker.
swissinfo und Agenturen
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