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U20-WM: Es geht um Bronze

Der Schweizer Torhüter Tobias Stephan hat das Nachsehen gegen Kanadas Steve Ott. Keystone

Im Halbfinal der U20-WM in Tschechien verlor die Schweiz gegen Kanada 0:4. Am Freitag spielt sie um die Bronze-Medaille.

Die Schweiz spielt an der U20-WM in Tschechien um Platz 3. Im Halbfinal unterlag das Team von Köbi Kölliker nach dem Einbruch im Mitteldrittel der kanadischen Auswahl zu hoch. In der Partie um die Bronzemedaille trifft das Schweizer Team am frühen Freitagabend erneut in Pardubice auf Finnland, das im anderen Halbfinal gegen Russland 2:1. n.V. verlor. Im Final treffen Kanada und Russland aufeinander.

Wie schon in der Vorrunde (1:6) war die Schweiz den kanadischen Junioren fast zwei Drittel ebenbürtig. Mit wuchtigen Checks, aufmerksamem Verteidigungsspiel und klar mehr Torchancen als in den zwei letzten Partien gegen Russland und dem Viertelfinal gegen die Slowakei rechtfertigte die U20-Mannschaft den erst zweiten Vorstoss unter die besten vier Juniorenteams des Welthockeys. Herrliche Sololäufe von Peter (10.) und Helfenstein (19.) sogar in Unterzahl hätten die durchaus verdiente Schweizer Führung bedeuten können.

Hinzu kam, dass bis zum ersten Treffer der Kanadier durch Steve Ott (26.) der Schweizer Goalie Tobias Stephan 25 teils schwierige Schüsse parierte. Erst durch zwei individuelle Verteidigungsfehler von Beat Forster, dem ansonsten mit Beat Gerber solidesten Schweizer Abwehrspieler, wurde die Schweizer Niederlage «eingeläutet». In der 27. Minute wollte Forster in Überzahl, hinter dem eigenen Tor stehend, einen Angriff einleiten, traf aber die Schaufel von Stoll; Steve Ott erbte zum 1:0.

Mit dem 0:4 zu schlecht bedient

Das 2:0 (33.) durch Flügelstürmer Mike Cammalleri, mit sieben Treffern und vier Assists Turnier-Topskorer, sowie Sutherbys 3:0 nur 86 Sekunden später nach einem Stellungsfehler von Forster nahmen den Schweizer Angriffsbemühungen (vorerst) den Schwung. Camenzind, Sutter, Ambühl, Patrik Bärtschi, Déruns und Nüssli vergaben im Schlussdrittel dann fast im Minutentakt gute Chancen auf den durchaus verdienten Ehrentreffer. Das Schussverhältnis von 17:8 im letzten Abschnitt (insgesamt 35:40) beweist, dass die Schweiz mit der 0:4-Niederlage zu schlecht bedient war.

Festzuhalten gilt es, dass die Schweiz in der 14. WM-Begegnung gegen Kanada dem ersten Punktgewinn zumindest eine halbe Stunde so nahe stand wie noch nie. Die Kanadier wurden mit ihren eigenen Mitteln auf Distanz gehalten, die Zone um Goalie Stephan war zumeist sehr gut verteidigt. Ausserdem wurde die Fehlpass-Quote wesentlich tiefer gehalten als noch am Vortag beim Sieg im Penalty-Schiessen gegen die Slowakei.

swissinfo und Stefan Baumgartner, Pardubice (Si)

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