Weniger Skepsis gegenüber Ausländern
Laut einer Umfrage hat die Skepsis gegenüber Ausländern in der Schweiz abgenommen. 53,7% der Schweizer Wohnbevölkerung erachten den Ausländeranteil von 22% als "nicht zu hoch". Vor elf Jahren war noch eine Mehrheit der Schweizer gegenteiliger Meinung.
52,3% beurteilten 1998 den damaligen Ausländeranteil von 19% als zu hoch. 44,1% hielten ihn für nicht zu hoch. Dies geht aus den Ergebnissen von Umfragen hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Isopublic sowohl 1998 als auch im laufenden Jahr machte.
Tages-Anzeiger und Bund veröffentlichten am Samstag die Ergebnisse der Befragung, die zwischen dem 21. Oktober und dem 3. November bei 1103 Personen aus der ganzen Schweiz per Telefon durchgeführt wurde.
Ziel der Umfrage war, die Meinung der Schweizerinnen und Schweizer zum Thema Bevölkerungswachstum zu ermitteln. Auftraggeber ist die Vereinigung Umwelt und Bevölkerungswachstum (Ecopop). Die Organisation ist der Meinung, dass Lebensgrundlagen und -qualität nur erhalten werden können, wenn sich das weltweite Bevölkerungswachstum stabilisiert.
Die aktuellen Ergebnisse zeigen nun, dass die Vorbehalte gegenüber Ausländern in der Deutschschweiz am stärksten sind. Rund die Hälfte der Befragten erachten deren Anteil an der Wohnbevölkerung als zu hoch. In der italienischen Schweiz sind dies lediglich 39%, in der Westschweiz knapp über ein Drittel.
swissinfo.ch und Agenturen
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