Leerwohnungsziffer sinkt im Kanton Luzern weiter
Im Kanton Luzern sind am 1. Juni 0,70 Prozent der Wohnungen und Einfamilienhäuser leer gestanden. Die Leerwohnungsziffer liege damit im fünften aufeinanderfolgenden Jahr unter 1,0 Prozent, teilte Lustat Statistik Luzern am Donnerstag mit.
(Keystone-SDA) Am Stichtag gab es im Kanton Luzern 1503 leere Wohnungen und Einfamilienhäuser. Das seien 162 Wohnungen weniger als 2025, teilte Lustat mit. Für das letzte Jahr hatte die kantonale Statistikstelle noch eine Leerwohnungsziffer von 0,78 Prozent errechnet.
Die besten Chancen hat, wer eine Einzimmerwohnung sucht. Die Leerwohnungsziffer beträgt bei diesen 1,24 Prozent. Je grösser die Wohnung, desto kleiner das Angebot: Bei den Fünfzimmerwohnungen liegt die Leerwohnungsziffer bei 0,48 Prozent.
Über dem kantonalen Mittel liegen die Leerwohnungsziffern in den beiden grössten Gemeinden, der Stadt Luzern (0,85 Prozent) und Emmen (1,50 Prozent). Die höchsten Leerwohnungsziffern weisen die Gemeinden Meierskappel (3,93 Prozent) und Reiden (3,41 Prozent) aus.
In knapp einem Drittel der 79 Gemeinden gab es am Stichtag weniger als eine Handvoll leerstehender Wohnungen. Für Sursee errechnete Lustat etwa eine Leerwohnungsziffer von 0,04 Prozent. Gar keinen Leerstand haben Aesch, Alberswil, Ettiswil und Roggliswil.
Überangebot bei den Büroflächen
In eine andere Richtung als der Wohnimmobilienmarkt entwickelt sich im Kanton Luzern der Geschäftsimmobilienmarkt, wie die Luzerner Kantonalbank (LUKB) ebenfalls am Donnerstag berichtete.
Die Beschäftigung im Dienstleistungssektor sei im Kanton Luzern in der ersten Jahreshälfte gewachsen, teilte die LUKB mit. Diese positive Entwicklung wirke sich jedoch nur wenig auf den Büromarkt aus.
Im Kanton Luzern nahm gemäss LUKB das Angebot an Büroflächen in der ersten Jahreshälfte 2026 weiter zu. In der Stadt Luzern stehen demnach rund 56’000 Quadratmeter zur Vermarktung. Dies sei ein Anstieg von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte die LUKB mit. Wegen des Überangebots seien die Mietpreise im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent gesunken.