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Lufthansa sieht Frontalangriff von Air Berlin

Dieser Inhalt wurde am 26. Oktober 2009 - 15:40 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Die Lufthansa sieht in der Ausweitung der innerdeutschen Flüge von Air Berlin einen Frontalangriff. Mit den neuen Flügen von Frankfurt nach Hamburg treffe Air Berlin die Lufthansa (LH) in ihrem Kerngeschäft, heisst es in ihrer jüngsten Ausgabe der Mitarbeiterzeitung "Lufthanseat". "Air Berlin bietet die Tickets für diese Strecke bereits zu Dumpingpreisen ab 29 Euro an und eröffnet mit bis zu sechs Frequenzen täglich einen Kampf um Marktanteile im LH-Kernsegment der Geschäftsreisenden." Dies werde die Lufthansa-Ergebnisse auf dieser Zubringer-Strecke "massiv unter Druck setzen".
Air Berlin fliegt seit Anfang dieser Woche von Montag bis Freitag bis zu sechs Mal in beide Richtungen zwischen Frankfurt und Hamburg. Eine ähnliche Verbindung gibt es zwischen Frankfurt und Berlin. Air Berlin ist die zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft. Das Vorgehen von Air Berlin unterstreiche für Lufthansa die Notwendigkeit, das Sparprogramm schnell voranzubringen, schreibt die Mitarbeiterzeitung weiter. Unter anderem müssten die Stückkosten im dezentralen Europaverkehr um 40 Prozent gesenkt werden.
"Die deutlich vorangeschrittene Erosion der Lufthansa-Marktanteile im Direktverkehr wird - wie die aktuelle Entwicklung zeigt - nicht an den Grenzen der Hubs in Frankfurt und München Halt machen", heisst es in dem Bericht weiter. In einem Interview mit dem "Lufthanseat" sagte der Leiter für Personal- und Organisationsentwicklung, Matthias Borchers: "Wir haben in den letzten Jahren Speck angesetzt und müssen jetzt eine Fitnesskur antreten, die uns agiler und schneller macht." Nur so könne Lufthansa im Wettbewerb erfolgreich sein./DP/rg/edh

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