Mariana Katzarova: ein UNO-Mandat für das russische Volk
Swissinfo begleitet die erste UNO-Sonderberichterstatterin für Russland, Mariana Katzarova. Ein seltener Einblick in eine der schwierigsten Aufgaben der Vereinten Nationen.
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Ich berichte über internationale Beziehungen mit dem Schwerpunkt Schweiz, führe journalistische Recherchen durch und führe sehr persönliche Interviews zu anspruchsvollen Themen.
Über 25 Jahre Erfahrung im Journalismus. Absolventin der Fakultät für Journalismus der Staatlichen Universität Moskau und des Französischen Presseinstituts in Paris. Ehemalige TV-/Radiomoderatorin in Frankreich und Russland. Ich bin Autorin und Dokumentarfilmerin und habe schon Präsidenten und Rockstars interviewt.
Ich bin ein Visual Storytelling Producer, der sich auf lange und serielle Multimedia-Produktionen spezialisiert hat. Ich arbeite mit Journalisten zusammen, um Tools und Arbeitsabläufe in verschiedenen Sprachen zu verbessern, die Einhaltung des Inhaltsstils zu gewährleisten und die Recherche und Umsetzung innovativer visueller Techniken zu leiten.
In Italien geboren und in Afrika aufgewachsen, bin ich heute in der Schweiz zu Hause. Ich habe an der Italienischen Nationalen Filmschule Filmregie studiert und als Dokumentarfilmeditor und Regisseur/Produzent in Berlin und Wien gearbeitet. Ich habe mich darauf spezialisiert, Multimedia in fesselnde Geschichten zu verwandeln.
Ich bin eine erfahrene Videojournalistin, der es ein Anliegen ist, komplexe Themen durch fesselndes multimediales Storytelling zugänglich und ansprechend zu machen. Ich konzentriere mich auf soziale und ökologische Themen und produziere verschiedene Videoformate zu einer breiten Palette von Themen, wobei ich mich auf wirkungsvolle Erklärvideos mit bewegten Grafiken und Stop-Motion-Animationen spezialisiert habe.
Während meines Studiums der Filmwissenschaft, Anglistik und Journalistik habe ich in der ganzen Schweiz Erfahrungen bei Radio, Fernsehen und Printmedien gesammelt. Nachdem ich für das Bild- und Tonteam des Filmfestivals Locarno gearbeitet habe, bin ich seit 2018 für SWI swissinfo.ch tätig und produziere lokale und internationale Reportagen.
Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Videos und Podcasts zu wissenschaftlichen und technischen Themen. Ich habe mich auf die Entwicklung von Erklärvideos für die mobile Nutzung spezialisiert, in denen ich Animations- und Dokumentarstil mische.
Ich habe an der Zürcher Hochschule der Künste Film und Animation studiert und arbeite seit 2004 als Videojournalistin bei SWI swissinfo.ch. Seither habe ich mich auf die Erstellung verschiedener Animationsstile für unsere visuellen Produkte spezialisiert.
2023 wurde Mariana Katzarova zur ersten Sonderberichterstatterin der UNO für die Menschenrechtslage in der Russischen Föderation ernannt.
Ihre Aufgabe besteht darin, Menschenrechtsverletzungen in Russland zu dokumentieren, darunter Folter, willkürliche Inhaftierungen, Strafpsychiatrie und die Unterdrückung der Zivilgesellschaft. Russland hat ihr Mandat nie anerkannt und verweigert ihr die Einreise in das Land.
Diese neue Folge von «closeUp», einer von Swissinfo produzierten Minidokumentationsreihe, begleitet Katzarova von Genf nach Brüssel, wo sie sich mit Interessenvertreter:innen der UNO und der EU trifft und Zeugenaussagen von ukrainischen und russischen Folteropfern sammelt.
Die Serie bietet einen seltenen Einblick in die Arbeit der UNO-Sonderberichterstatter:innen. Es sind unbezahlte Fachleute, deren Tätigkeit zunehmend mit Risiken behaftet ist.
«Ich bin nicht die Geschichte der Verfolgung. Die Geschichte ist das russische Volk», sagt sie gegenüber Swissinfo.
Katzarova, die im kommunistischen Bulgarien geboren und aufgewachsen ist, hat schon in jungen Jahren erfahren, was es bedeutet, sich gegen ein autoritäres System aufzulehnen.
Sie durfte sich ihre Schule nicht aussuchen und schloss sich als Studentin einer der ersten oppositionellen Zeitungen nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 an. Sie war die erste bulgarische Staatsbürgerin, die an der Columbia Journalism School in New York studierte.
Ihr Weg führte sie während der Belagerung von Sarajevo an die Front in Bosnien und anschliessend nach Tschetschenien, wo sie Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen dokumentierte. Bei Amnesty International verbrachte sie fast ein Jahrzehnt mit Recherchen zu Russland, leitete Ermittlungsteams und veröffentlichte 1997 den ersten Bericht der Organisation über Folter in diesem Land.
Heute trifft sich Katzarova als UNO-Sonderberichterstatterin für Russland direkt mit Überlebenden, von tschetschenischen LGBTQ+-Personen bis hin zu ukrainischen Kriegsgefangenen, die ihr Zeugenaussagen und medizinischen Beweise anvertrauen. Aber wie hoch sind die persönlichen Kosten und Opfer, die mit der Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen in und um Russland verbunden sind?
Editiert von Virginie Mangin/ts, Übertragung aus dem Englischen mithilfe von KI-Tools: Janine Gloor
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