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Von der zeitlosen Diskussion um die Sommerzeit

Am Sonntag beginnt die Sommerzeit. Vielleicht zum letzten Mal: Denn sowohl in der EU als auch in der Schweiz beraten Parlamentarier über die Zeitumstellung. Wird die Sommerzeit nach beinahe vierzig Jahren wieder abgeschafft?

Dieser Inhalt wurde am 24. März 2018 - 15:00 publiziert

In der Nacht von Samstag auf Sonntag muss die Uhr von zwei auf drei Uhr umgestellt werden. Doch auch fast vierzig Jahre nach ihrer Einführung wird die Sommerzeit noch bekämpft. Im Schweizer Parlament ist seit Dezember 2016 eine Motion hängig, die die Abschaffung der Sommerzeit fordert - viele frühere sind bereits gescheitert.

Der Bundesrat hält an seinem Standpunkt fest: Wenn die Schweiz auf die Umstellung verzichten würde, schade dies den Beziehungen zum Ausland. Die Nachbarstaaten der Schweiz seien deren wichtigste Handelspartner. Eine von ihnen abweichende Zeitregelung würde sich im täglich Austausch bemerkbar machen. Zudem würde dies hohe Überprüfungs- und Umrüstungskosten mit sich bringen.

Auch in der EU ist die Umstellung derzeit ein Thema. Abgeordnete forderten Anfang Februar die EU-Kommission auf, Vor- und Nachteile der Zeitumstellung unter die Lupe zu nehmen – und die Regelung gegebenenfalls abzuschaffen. Während ein entsprechender Antrag eine deutliche Mehrheit erhielt, wurde die Forderung des Verkehrsausschusses, die Sommerzeit direkt abzuschaffen, abgelehnt.

Schweizer Stimmvolk wollte Sommerzeit nicht

Eingeführt wurde die Sommerzeit in Europa 1973 anlässlich der Ölkrise und mit dem Gedanken, Energie zu sparen. Mit der Zeitverschiebung sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden.

Die Schweiz folgte 1981, um sich den Nachbarländern anzupassen. Zuvor war die Zeitumstellung in einer Volksabstimmung abgelehnt worden. Vier Jungbauern hatten erfolgreich das Referendum ergriffen.

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