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Nach Tagen auf See und ohne Wasser: 22 Migranten gestorben

Keystone-SDA

Vor der südlichen Küste der griechischen Urlaubsinsel Kreta sind mindestens 22 Migranten nach mehreren Tagen auf See gestorben. Überlebende hätten den Behörden geschildert, dass die Menschen während einer mehrtägigen Drift im offenen Meer ohne Trinkwasser starben und man ihre Leichen nacheinander über Bord geworfen habe, berichtete der griechische Rundfunk ERTNews unter Berufung auf die Küstenwache.

(Keystone-SDA) 26 Menschen überlebten das Unglück. Sie wurden von der Besatzung eines Schiffes der EU-Grenzschutzagentur Frontex in der Nähe von Kreta geborgen. Die Menschen werden derzeit medizinisch versorgt und registriert.

Irrfahrt zwischen Libyen und Kreta

Nach Angaben der Überlebenden irrten sie rund sechs Tage lang zwischen der libyschen Hafenstadt Tobruk und Kreta, wie es weiter heisst. Unter ungünstigen Wetterbedingungen wurde ihr Boot manövrierunfähig. Schlepperbanden setzen in dieser Region immer wieder Migranten ins offene Meer, oft ohne ausreichende Versorgung und Navigationsmöglichkeiten.

Die Tragödie ereignete sich vor dem Hintergrund einer stark gestiegenen Zahl tödlicher Bootsunglücke im Mittelmeer, das weiterhin eine zentrale Route für Menschen auf der Flucht nach Europa ist. Allein im Februar kamen mindestens 18 Menschen auf der rund 300 Kilometer langen Überfahrt von Libyen nach Kreta ums Leben. Offiziere der griechischen Küstenwache gehen von einer deutlich höheren Dunkelziffer aus.

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