Nur 7 Prozent der Fashionkonzerne sind auf Klimakurs
Die Modebranche steht unter Druck: Trotz ambitionierter Klimaziele sind nur 3 der 42 grössten Marken auf einem klaren Pfad, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celcius zu begrenzen. Das zeigt die Fossil-Free Fashion Scorecard 2025 der NGO Standearth.
(Keystone-SDA) Während erneuerbare Stromziele für eigene Fabriken mittlerweile fast überall Standard seien, bliebe die entscheidende Herausforderung, die ausgelagerten Emissionen der Lieferketten, unzureichend adressiert, heisst es.
Der chinesische Händler Shein hat etwa seine ausgelagerten Emissionen in den vergangenen Jahren um 170 Prozent erhöht. Das Unternehmen sei inzwischen für ähnlich hohe CO2-Emissionen wie der Libanon verantwortlich, schreibt Standearth.
Schweizer Firmen mit gemischten Ergebnissen
Mit Mammut und On finden sich auch zwei Schweizer Unternehmen unter den 42 analysierten Marken. Mammut erhält im Gesamtranking die Note C, primär gestützt auf seine gute Performance im Bereich «Green Shipping», wo das Unternehmen als einzige Firma im Ranking die Höchstnote A+ erreicht.
Die Sportmarke On hingegen kommt nur auf die Gesamtnote D+. Besonders schlecht schneidet das Zürcher Unternehmen beim Engagement für den Umweltschutz ab. Für sein fehlendes öffentliches Eintreten für die Energiewende erhält On die Note F.
Zum Vergleich: Die Konkurrenten Nike und Adidas schnitten mit C beziehungsweise C- etwas besser ab. Die Tabelle führten derweil der schwedische Modekonzern H&M (B+) und die US-Marke Eileen Fisher (B-) an, die als einzige eine B-Note erhielten.
Die Scorecard analysiert die 42 einflussreichsten Fashion-Marken der Welt in puncto Nachhaltigkeit. Darunter sind Grössen aus den Bereichen Fast Fashion wie H&M und Primark, Luxusanbieter wie Prada oder LVHM sowie Sportartikelmanufakturen wie Puma und Nike.