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NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) - Der Brent-Ölpreis hat am Donnerstag weiter an der 100-Dollar-Marke gekratzt. Vor dem Hintergrund des aktuellen Konjunkturoptimismus an den Finanzmärkten und einer wachsenden Risikofreude der Anleger kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte 98,49 US-Dollar und damit 37 Cent mehr als am Vortag. Im späten Mittwochhandel sprang der Brent-Ölpreis zeitweise auf knapp 99 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit September 2008. Rohöl der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich hingegen im Mittagshandel um 27 Cent auf 91,59 Dollar.
Nach Einschätzung von Experten bestimmen spekulative Anleger das Geschehen an den Ölmärkten. Mit "fundamentalen Faktoren" wie zum Beispiel ein Anstieg der Nachfrage, oder eine Verknappung des Angebots lasse sich der Anstieg des Preises für Brent-Öl nicht erklären, hiess es in einer Einschätzung der Commerzbank. Vielmehr würden die Ölpreise derzeit von der freundlichen Stimmung an den Aktienmärkten mit nach oben gezogen.
Vor diesem Hintergrund spielte die Inbetriebnahme einer wichtigen Öl-Pipeline in den USA kaum eine Rolle für die Entwicklung der Ölpreise. "Derzeit schaut der Markt nur auf preistreibende Faktoren", hiess es hierzu von der Commerzbank. In Alaska ist eine der wichtigsten Öl-Pipelines der Vereinigten Staaten nach einem Leck wieder in Betrieb genommen worden. Die "Trans Alaska Pipeline" befördert nach Angaben der Betreiberfirma vorerst nur etwa zwei Drittel der üblichen Menge. Am vergangenen Samstag musste die Pipeline wegen eines Lecks für vier Tage geschlossen werden.
Schliesslich ist der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) erneut deutlich gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch im Durchschnitt 94,23 US-Dollar. Das waren 1,31 Dollar mehr als am Dienstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jkr/bgf

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