Navigation

OMV bläst Übernahme von türkischem Tankstellenbetreiber ab

Dieser Inhalt wurde am 18. November 2009 - 20:50 publiziert

WIEN (awp international/APA) - Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV will den türkischen Tankstellenbetreiber Petrol Ofisi doch nicht übernehmen. Wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte, wurden die Verhandlungen mit dem Petrol-Ofisi-Mehrheitseigner Dogan Holding am Mittwoch beendet. Die Unternehmen hätten sich geeinigt, "ihre bisherige stabile und bewährte Partnerschaft unverändert weiterzuführen".
Die OMV war 2006 mit 34 Prozent bei dem Tankstellenbetreiber eingestiegen und hat mittlerweile auf 41,58 Prozent aufgestockt. Anfang August gab die OMV bekannt, mit der Dogan Holding über den Erwerb von dessen 54,17 Prozent an Petrol Ofisi zu verhandeln. In der jetzigen Mitteilung heisst es, dass beide Parteien von Anbeginn festgehalten hätten, "dass eine Fortführung der bestehenden Partnerschaft auch ein mögliches Ergebnis der Verhandlungen sein könnte".
Die Verhandlungen waren von dem milliardenschweren Steuerverfahren überschattet gewesen, das die Regierung in Ankara derzeit gegen Dogan anstrengt. Das Verfahren war auch von der Europäischen Union als möglicherweise politisch kritisiert worden, da die einflussreichen Medien der Dogan-Gruppe ("Hürriyet", "CNN-Türk") als regierungskritisch gelten. Mit dem Verkauf der Petrol-Ofisi-Anteile hätte sich Dogan dringend benötigtes Geld zur Begleichung ihrer Steuerschulden beschaffen können. Die OMV wollte mit ihrem Einstieg aber die Klärung des Steuerstreits abwarten./vos/DP/das

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?