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NEW YORK (awp international) - Der weltgrösste Pharmakonzern Pfizer fährt seine Forschung und Entwicklung zurück. Das Unternehmen werde sich auf diejenigen Krankheiten konzentrieren, bei denen der grösste medizinische und wirtschaftliche Erfolg zu erwarten sei, teilte Pfizer am Dienstag mit. In Grossbritannien soll der komplette Standort Sandwich aufgegeben werden, in den USA werden Forschungsarbeiten verlagert.
Mit dem Umbau will Pfizer die Entwicklungskosten von 9,4 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf bis zu 6,5 Milliarden Dollar im kommenden Jahr drücken. Hintergrund der Einsparungen ist ein ehrgeiziges Gewinnziel, das der neue Konzernchef Ian Read auf jeden Fall erreichen will. Denn das Geschäft an sich läuft schleppend.
Im vergangenen Jahr schnellte der Umsatz nur deshalb um 36 Prozent auf 67,8 Milliarden Dollar nach oben, weil Pfizer den Rivalen Wyeth übernommen hatte. Wegen der Kosten für die Eingliederung von Wyeth sank der Gewinn allerdings um 4 Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar. Dabei hatte Pfizer im Schlussquartal sogar noch ein Steuergeschenk erhalten. Er sei zufrieden mit der Leistung angesichts des schwierigen Marktumfelds, sagte Konzernchef Read.
Die Aktie ging vorbörslich um 2 Prozent in den Keller - und das, obgleich Pfizer seinen Aktienrückkauf um 5 Milliarden auf nun 9 Milliarden Dollar aufstockte. Das treibt gewöhnlich die Kurse. Vor allem missfiel den Anlegern der trübe Ausblick auf das laufende Jahr. Pfizer erwartet einen Umsatz zwischen 66 und 68 Milliarden Dollar und damit schlimmstenfalls einen Rückgang. Der Gewinn soll indes steigen, nachdem die Wyeth-Übernahme verdaut ist./das/DP/fn

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