Pisa-Studie: Schulkinder fallen im Lesen und Rechnen zurück
Schweizer Schulkinder haben in der Pisa-Studie 2025 in den Bereichen Lesen und Mathematik deutlich schlechter abgeschnitten als in den Vorjahren. In den Naturwissenschaften blieben die Leistungen stabil. Allesamt liegen sie jedoch über dem OECD-Durchschnitt.
(Keystone-SDA) In der Hauptdomäne Naturwissenschaften erreichten die 15-Jährigen in der Schweiz 501 Punkte. Damit lagen sie über dem Durchschnitt der 38 Mitgliedstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) von 482 Punkten, wie die Universität Bern am Dienstag mitteilte.
Deutliche Rückgänge verzeichnete die Schweiz hingegen in den Fächern Lesen und Mathematik. Die Lesekompetenz sank seit 2015 von 492 auf 470 Punkte. In der Mathematik fielen die Leistungen im selben Zeitraum von 521 auf 499 Punkte.
Erstmals wurde auch das modellbasierte Problemlösen als neue Kompetenz getestet. Hier erzielte die Schweiz mit 520 Punkten ebenfalls ein überdurchschnittliches Resultat.
International weit vorne
Die Studie bestätigte trotz rückläufiger Leistungen die starke internationale Position der Schweiz.
Im Vergleich mit Referenzländern schneidet die Schweiz denn auch besonders gut ab. In Mathematik und beim Problemlösen wird sie nur von Estland übertroffen. Im Lesen liegen Estland und Kanada vor der Schweiz, während Finnland und Italien etwa gleichauf liegen.