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UNESCO bangt um Bildung der Ärmsten

Weil Regierungen wegen der Finanzkrise die Budgets für Entwicklungshilfe kürzen, drohen für die Bildung von Kindern in den ärmsten Ländern der Welt jährlich Milliarden von Dollar zu fehlen, warnt die UNESCO. Kritik übt sie auch an der Schweiz.

«Die Fortschritte der letzten zehn Jahre sind gefährdet», heisst es in einer Medienmitteilung zum diesjährigen UNESCO-Weltbildungsbericht. Derzeit könnten etwa 143 Millionen Kinder und Jugendliche keine Schule besuchen.

Setzten sich die aktuellen Trends fort, würde ein Millenniumsziel der UNO deutlich verfehlt: Dieses sieht vor, dass bis 2015 alle Kinder Zugang zu unentgeltlicher und hochwertiger Grundschulbildung haben. Zu dem dafür geschaffenen UNESCO-Projekt «Bildung für alle» bekannten sich im Jahr 2000 am Weltbildungsforum in Dakar, Senegal, 164 Länder.

Der Bericht kritisiert, dass Regierungen die Ungleichheiten im Bildungssystem nicht bekämpften und dass Geberländer ihre versprochenen Gelder nicht bezahlten. Letzteres geschehe umso mehr, seit die Wirtschaft schlecht laufe.

So setzte die Schweiz etwa nur knapp 6% der bilateralen Hilfe für die Bildung ein, während sie dafür im Inland fast 19% der öffentlichen Ausgaben einsetze.

Zudem müsse die Schweiz ihre öffentliche Entwicklungshilfe umgehend auf 0,5% des Bruttoinlandeinkommens erhöhen, wie das Parlament dies vom Bundesrat bisher vergeblich verlangt hatte.

Der Bericht, der UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon auffordert, noch dieses Jahr eine hochrangige Geberkonferenz einzuberufen, wurde am Dienstag den Medien präsentiert.

swissinfo.ch und Agenturen

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