Post stellt überarbeitete Unternehmensstrategie vor
Bern (awp/sda) – Kommunikation, Logistik, Retailfinanz, Personenverkehr: Auf diese vier Kernmärkte will sich der Mischkonzern Schweizerische Post in den nächsten drei Jahren noch stärker ausrichten. Im Ausland soll es ein schrittweises und risikobewusstes Wachstum geben.
So sieht es die vom Verwaltungsrat verabschiedete überarbeitete Unternehmensstrategie vor, die am Mittwoch vorgestellt wurde. Sie leitet sich von den strategischen Zielen 2010-2013 des Bundesrates ab. Diese sehen die Sicherstellung der Grundversorgung im Post- und Zahlungsverkehr in allen Regionen der Schweiz vor.
Sie machen unter anderem Vorgaben zur Eigenwirtschaftlichkeit, zur Steigerung des Unternehmenswertes oder zu einer fortschrittlichen und sozialverantwortlichen Personalpolitik.
Die Strategie der Post enthält quantitativ und qualitativ messbare Ziele. So soll die Post auch in Zukunft pro Jahr zwischen 700 und 800 Millionen Franken Gewinn machen. Zudem seien die Kunden- und die Personalzufriedenheit auf hohem Niveau zu halten, wie es in einer Medienmitteilung heisst.
Zugunsten der Umwelt hat die Post ein Reduktionsziel beschlossen. Die verschiedenen Bereiche des Unternehmens sollen eine Reihe von Massnahmen umsetzen, um den CO2-Ausstoss gegenüber heute um fünf Prozent zu senken. Innert drei Jahren soll der jährliche CO2-Ausstoss um 15’000 Tonnen gesenkt werden.
Die Strategie geht davon aus, dass das traditionelle Postgeschäft noch über Jahre den Löwenanteil am Ertrag ausmachen wird. Mit der Entwicklung von «innovativen Lösungen an der Schnittstelle von physischer und elektronischer Post» wird Gewicht gelegt auf zukunftsträchtige Dienstleistungen und neue Marktchancen.
Zur Umsetzung ihrer Strategie legt die Post den Schwerpunkt auf fünf Stossrichtungen, die für alle Märkte gelten: Erstklassige Dienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden, marktgerechte Preise, nachhaltiges rentables Wachstum, sozialverantwortliche Kosteneffizienz und optimale Nutzung der Rahmenbedingungen.
Im Ausland will die Post nicht in Infrastrukturen investieren wie in der Schweiz, sondern mit Firmen und Netzwerken zusammenarbeiten. Sie will Firmen aus der Schweiz ins Ausland folgen und sie dort mit ihren Dienstleistungen international unterstützen. Mit behutsamem und schrittweisem Vorgehen soll das Risiko überschaubar bleiben.
dm