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Renault steht zum Engagement beim russischen Lada-Hersteller Avtovaz

Dieser Inhalt wurde am 03. November 2009 - 08:40 publiziert

DÜSSELDORF (awp international) - Der französische Autobauer Renault steht zu seinem Engagement beim ins Straucheln geratenen russischen Lada-Hersteller Avtovaz und will weiter in den russischen Hersteller investieren. "Wir werden kein Geld zuschiessen, aber Technologien, um die Produktionsanlagen wettbewerbsfähig zu machen", sagte Christian Esteve, Chef der Region Eurasie bei Renault und Mitglied im Aufsichtsrat von Avtovaz, dem "Handelsblatt" (HB/Dienstag). Avtovaz, an dem Renault 25 Prozent hält, leidet massiv unter dem Zusammenbruch des Heimatmarkts und ist für die Modernisierung auf die Zusammenarbeit mit westlichen Herstellern angewiesen.
Den Plänen zufolge solle Avtovaz künftig fünf neue Modelle auf Basis des Logan von Renaults rumänischer Tochter Dacia produzieren, hiess es in dem Bericht. Zur Debatte stünden zwei Renault-Modelle, zwei Ladas und ein Wagen des japanischen Herstellers Nissan, mit dem Renault eine Allianz unterhält. Das Volumen solle pro Jahr bei 300.000 Stück liegen. Insgesamt solle Avtovaz nach der Sanierung jährlich 500.000 Autos bauen, 100.000 mehr als dieses Jahr. Beobachter bezifferten den Wert von Renaults Techniktransfers dem Zeitungsbericht zufolge auf 240 Millionen Euro. Diese Angaben wollte der Renault-Manager nicht bestätigen.
Der hoch verschuldete russische Konzern wurde schon im Frühjahr mit einer staatlichen Finanzspritze gestützt und arbeitet derzeit an einem Ausweg aus der Schuldenfalle. Laut Renault-Manager Esteve liefen Gespräche mit der russischen Regierung und den Banken über einen zweistufigen Rettungsplan. Demnach solle zunächst Avtovaz alle Bereiche, die nicht zum Autogeschäft gehörten, abspalten. Darunter fielen Krankenhäuser, aber auch Zulieferer. Wie viele Jobs von den derzeit knapp 100.000 Stellen betroffen seien, wollte Esteve nicht sagen. Im zweiten Schritt müsse das Unternehmen rekapitalisiert werden. Angesichts der Komplexität der Lage würden die Gespräche "wohl bis Juni 2010" dauern. Die Regierung drängt dem "Handelsblatt" zufolge dagegen auf eine Lösung bis Weihnachten.
dct/ne/wiz

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