Salt-CEO hofft auf Beruhigung im Preiskampf
Salt hat zum Jahresauftakt den Umsatz gesteigert. Alle Segmente wuchsen. Der CEO zeigt sich nun zuversichtlich, dass die meisten Kunden trotz Preiserhöhungen treu bleiben werden.
(Keystone-SDA) «Wir hoffen, dass sich der Preiskampf beruhigt», sagte Salt-Chef Max Nunziata am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. So hätten alle drei grossen Mobilfunkanbieter – Swisscom, Sunrise und Salt – dieses Jahr Preiserhöhungen für bestehende Kunden angekündigt. «Da wäre es ein Widerspruch, den Preis für neue Kunden zu senken», meinte Nunziata.
Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz von Salt insgesamt um 6,4 Prozent auf 299,7 Millionen Franken, wie das Unternehmen mitteilte. Grund dafür waren zum einen die höheren Einnahmen aus dem Telekomgeschäft. Laut Salt haben dazu sowohl die grössere Kundenbasis als auch die im März 2025 umgesetzten Preiserhöhungen beigetragen. Zum anderen verkaufte der Konzern auch mehr Geräte wie Handys oder Tablets.
Profitabilität gestiegen
Auch die Profitabilität verbesserte sich. So kletterte der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen nach Abzug der Leasingkosten (EBITDAaL) um 13,2 Prozent auf 135,9 Millionen Franken. Darin enthalten ist ein positiver Einmaleffekt von 3,7 Millionen Franken, der aus dem «Verkauf von Forderungen» entstand.
«Unsere Ergebnisse im ersten Quartal sind sehr stark», sagte Nunziata. Dies zeige, dass die Strategie mit dem Fokus auf gute Qualität zu attraktiven Preisen aufgehe.
Roaming-Angebot ausgebaut
Kurz vor den Sommerferien bietet Salt den Kunden nun ein breiteres, günstigeres und flexibleres Roaming-Angebot an. «Diese Massnahme kommt gut an», so der CEO. Dies soll auch helfen, die meisten Kunden trotz der Billigangebote der Konkurrenten zu behalten.
Schliesslich zeigte sich Nunziata auch bezüglich der Firmenkunden optimistisch. So habe man im Januar einen Internetzugang speziell für Geschäftskunden lanciert, der bei bestehenden und neuen Kunden gut angekommen sei. Zu den Abnehmern gehören unter anderem die Konsumkreditfirma Cembra sowie die Fastfoodkette KFC Switzerland.
«Weil wir nun mehr als nur Mobilzugang anbieten können, wechseln neue Kunden zu uns», erklärte Nunziata. Denn preislich sei Salt gegenüber den Konkurrenten oft attraktiver.