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Corona-Warnung (Englisch)

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Welche Sprache sprechen Sie daheim? Und wie kommunizieren Sie mit Freunden? Oft ist Englisch die gemeinsame Sprache. Soll es gar die fünfte Landessprache der Schweiz werden?

Herzliche Grüsse aus Bern

Jugendprotest
Keystone

Die Jugend besser ins Corona-Krisenmanagement einbinden: Das fordert Claude Longchamp.

Ins Berufsleben einsteigen, eine Familie gründen, Reisen und Träume verwirklichen. All diese Wünsche haben junge Menschen. Doch gegenwärtig ist das alles schwierig umzusetzen. Man spreche bereits von der «Generation Corona», schreibt unser Kolumnist Claude Longchamp.

Und auch wenn die Pandemie einmal zu Ende sein sollte, stehe anschliessend die Tilgung der Corona-Schulden an: «Wer heute jung ist, zahlt länger mit», so Longchamp. Jugendproteste gegen die Corona-Massnahmen haben in der Schweiz denn auch stark zugenommen.

Zwar seien nicht «die Massnahmen der verhassten Behörden» die Ursache der Misere, sondern das Coronavirus. Aber die Gesellschaft habe dabei die jungen Menschen aus den Augen verloren, schreibt Longchamp. Die politischen Signale der Jugendproteste seien deshalb ernstzunehmen.

Hans Küng
Keystone / Martin Ruetschi

Er sorgte für ein Erdbeben in der katholischen Kirche. Nun ist Hans Küng tot.

Auch wer mit Religion nicht viel am Hut hat, kam um seinen Namen kaum herum: Der Schweizer Hans Küng versuchte, die römisch-katholische Kirche zu modernisieren. Und biss dabei auf Granit. Gestern ist der widerspenstige Reformtheologe im Alter von 93 Jahren friedlich eingeschlafen.

Nachdem sich der Theologieprofessor mit dem damaligen Papst Johannes Paul II. überworfen hatte, entzog ihm dieser 1979 die Lehrerlaubnis in Tübingen. Seitdem widmete Küng sich mit der Stiftung Weltethos seinem Lebensprojekt, dem Dialog der Weltreligionen. Offiziell rehabilitiert wurde Küng nie.

Eine Anekdote aus dem Nachruf der Neuen Zürcher Zeitung möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Sie spielte sich 1969 an einem Seminar in Tübingen ab: «‚Der Papst ist nicht unfehlbar‘, stellt Küng fest. Im gleichen Augenblick wird ein schreckliches Poltern hörbar. Alles erschrickt. Die an der Wand angebrachten Bücherregale schwanken, einige Bücher fallen zu Boden. Dann lachen alle, Küng am lautesten. Eines der vielen Erdbeben des Vorlandes der Schwäbischen Alb hat Tübingen erschüttert. Oder war es vielleicht doch ein Zeichen Gottes?»

Corona-Warnung (Englisch)
Keystone / Alessandro Della Valle

Schadet oder dient Englisch dem nationalen Zusammenhalt der Schweiz?

Well, wäre es nicht indeed praktisch, wenn in der Schweiz all of us in der gleichen Sprache miteinander sprechen könnten, wouldn’t it? Oder wenn Englisch als fünfte Landessprache eingeführt würde. Von ausserhalb der Schweiz wurde kürzlich wieder mal dieser Wunsch geäussert.

Am Arbeitsplatz hat das Englische mindestens seit den 1990er-Jahren landesweit zugenommen, während der Gebrauch der Landessprachen abnahm. Das zeigt das Sprachobservatorium der italienischsprachigen Schweiz.

Ein Sprachwissenschaftler glaubt aber nicht, dass dadurch der nationale Zusammenhalt gefährdet werden könnte. «Es lässt wohl das Sprachrepertoire etwas verarmen», sagt er im Artikel meines (englischsprachigen) Kollegen Thomas Stephens. «Aber ich glaube nicht, dass man das verhindern kann, denn der Mensch nutzt jeden Kommunikationskanal, der funktioniert.»

Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Thomas Stephens

Was halten Sie davon, wenn sich Schweizerinnen und Schweizer auf Englisch unterhalten?

Immer mehr Menschen in der Schweiz benutzen Englisch in ihrem Alltag. Ist das eine Bedrohung für das Land? Oder eine Chance? Sollte die Schweiz Englisch sogar als 5. Landessprache festlegen? Zum Artikel Englisch als Landessprache: Go oder No-Go?

28 Kommentare
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Ueli Morgenthaler
zVg

Ein Auslandschweizer will seine Liebe zu Burma nicht aufgeben.

Vor kurzem lebten in Burma noch über hundert Schweizerinnen und Schweizer. Heute harren dort gerade mal noch sieben Auslandschweizer aus. Einer von ihnen ist Ueli Morgenthaler. Vor ein paar Jahren hat er sich seinen Traum erfüllt und eine Eco-Lodge direkt am Strand eröffnet.

Der Militärputsch in Myanmar, wie das Land auch genannt wird, machte ihm nun einen grossen Strich durch die Rechnung. Seit längerer Zeit bleiben die Gäste aus. «Ich lebe von Tag zu Tag. Notfalls schliesse ich die Lodge vorübergehend und kehre in die Schweiz zurück», sagt er.

Mehr über Ueli Morgenthaler und seine Liebe zu Land und Leuten erfahren Sie im Podcast «Die Fünfte Schweiz», wo Radio SRF1 regelmässig Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer zu Wort kommen lässt. Quer durch alle Länder, Berufe und Lebenssituationen erzählen sie von ihrem Alltag.

Hier gehts zum Porträt (Dialekt):

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