The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Debatten
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast
Mädchen mit zwei Uhren und Scheizerflagge

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Zugegeben, ich dachte bisher, die Quarzuhren hätten die Schweizer Uhrenindustrie in ihre grösste Krise gestürzt. Unsere freie Mitarbeiterin Béatrice Koncilja-Sartorius belehrte mich eines Besseren. Aber lesen Sie selbst!

Herzliche Grüsse aus Bern

Philippino erhält Spritze
Keystone / Francis R. Malasig

Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer erhalten keine Impfung in der Schweiz.

Die grosse Impfaktion für die breite Bevölkerung ist in der Schweiz angelaufen. Aber nur wer in der Schweiz bei einer Krankenkasse versichert ist, kann sich hierzulande impfen lassen.

Das bedeutet für den Grossteil der im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer, dass sie keinen Zugang zu einer Impfung in der Schweiz erhalten, wie heute der Blick berichtet. «Die Schweizer Behörden kennen die Sachlage, haben aber wenig Interesse an einer Lösung», schreibt das Blatt. Laut Blick sind rund 750’000 der 776’300 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in ihrem Wohnland und nicht mehr in der Schweiz versichert.

In Europa mag es angehen, sich vor Ort impfen zu lassen. Doch beispielsweise auf den Philippinen ist dies viel schwieriger, wie ein Beispiel zeigt: «Ich habe halt einfach keine Lust auf den Philippinen zu sterben, während es in der Schweiz genügend Impfstoff gibt«, zitiert der Blick einen Schweizer Risikopatienten.

Motorrad mit vier bewaffneten Männern drauf
Keystone / Joao Relvas

Ein Schweizer will Mosambik unter die Arme greifen.

Er ist kein Unbekannter in Mosambik. Mirko Manzoni war bis 2019 Schweizer Botschafter im westafrikanischen Land. Während dieser Zeit sorgte er international für Aufsehen: Er war massgeblich am erfolgreichen Abschluss eines Friedensabkommens im Land beteiligt.

Nun terrorisiert eine Dschihadistengruppe den Norden Mosambiks und stürzte das Land in eine tiefe humanitäre Krise. Manzoni ist unterdessen persönlicher Gesandter des UNO-Generalsekretärs für Mozambik.

Mein Kollege Frédéric Burnand konnte mit Manzoni sprechen. Dieser thematisiert unter anderem die Schwierigkeit, einen laufenden Prozess der Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration von Kämpfern abzuschliessen, damit die Regierung anschliessend alle Kräfte vollständig in den Norden des Landes umlenken kann, um dort die Terroristen zu bekämpfen.

Laptop, aufgeklappt
swissinfo.ch

Schweizer Themen interessieren manchmal auch die ganze Welt.

Wie Sie vermutlich wissen, berichten wir hier bei SWI swissinfo.ch in zehn Sprachen über die Schweiz. Neben unserer treuen Leserschaft erreichen wir damit oft auch Konsumentinnen und Konsumenten internationaler Medien und Blogs.

Unser Community Developer Philipp Meier hat eine neue Serie lanciert. Er bietet darin künftig einen Überblick über jene Schweizer Debatten, die zum Teil bis weit über die Landesgrenzen hinaus Aufmerksamkeit bekamen.

In seinem Rückblick auf den Monat Mai waren dies unter anderem der Tod einer ranghohen Mitarbeiterin der Schweizer Botschaft in Teheran, ein gepfefferter Bericht der Schweizer Bankenaufsicht Finma über Regelbrüche der Grossbank Credit Suisse oder die Entdeckung einer wichtigen Schwachstelle des Coronavirus an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH).

Mädchen mit zwei Uhren und Scheizerflagge
Rdb By Dukas / Candid Lang

Womit wir schliesslich noch zu der versprochenen Geschichte der Schweizer Uhrenindustrie kommen.

Die Quarzuhr wurde «mindestens achtmal erfunden», wie es im Buch «Die Elektrifizierung der Armbanduhr» heisst. Sie ist unzweifelhaft aber auch eine Schweizer Innovation. Nun hiess es immer, die Perfektionierung der Quarzuhr durch die Japaner hätte der Schweizer Uhrenindustrie in den 1970er-Jahren fast das Genick gebrochen.

Der Schweizer Historiker Pierre-Yves Donzé, der lustigerweise an der Universität Osaka in Japan forscht und lehrt, ist ein ausgewiesener Experte für die Schweizer Uhrenindustrie. Er sagt, die Quarzkrise sei ein Mythos.

Die Schweizer Uhrenindustrie sei schon zuvor in der Krise gewesen. Die Quarz-Revolution habe lediglich deren Auswirkungen verstärkt, sagt Donzé im Artikel unserer freien Mitarbeiterin Béatrice Koncilja-Sartorius. Der Hauptgrund für die Krise sei das so genannte Uhrenstatut gewesen, das quasi einem Kartell entsprochen habe.

Meistgelesen
Schweizer Diaspora

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft