Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Zugegeben, ich dachte bisher, die Quarzuhren hätten die Schweizer Uhrenindustrie in ihre grösste Krise gestürzt. Unsere freie Mitarbeiterin Béatrice Koncilja-Sartorius belehrte mich eines Besseren. Aber lesen Sie selbst!
Herzliche Grüsse aus Bern
Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer erhalten keine Impfung in der Schweiz.
Die grosse Impfaktion für die breite Bevölkerung ist in der Schweiz angelaufen. Aber nur wer in der Schweiz bei einer Krankenkasse versichert ist, kann sich hierzulande impfen lassen.
Das bedeutet für den Grossteil der im Ausland lebenden Schweizerinnen und Schweizer, dass sie keinen Zugang zu einer Impfung in der Schweiz erhalten, wie heute der Blick berichtet. «Die Schweizer Behörden kennen die Sachlage, haben aber wenig Interesse an einer Lösung», schreibt das Blatt. Laut Blick sind rund 750’000 der 776’300 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in ihrem Wohnland und nicht mehr in der Schweiz versichert.
In Europa mag es angehen, sich vor Ort impfen zu lassen. Doch beispielsweise auf den Philippinen ist dies viel schwieriger, wie ein Beispiel zeigt: «Ich habe halt einfach keine Lust auf den Philippinen zu sterben, während es in der Schweiz genügend Impfstoff gibt«, zitiert der Blick einen Schweizer Risikopatienten.
- Der Artikel im BlickExterner Link.
- Mehr zur Corona-Pandemie in der Schweiz: Die Situation in der Schweiz – unsere Übersicht.
- In diesem Artikel haben wir die Corona-Krise für Sie grafisch dargestellt.
- Hier die neusten Meldungen und Berichte von SRF News zum Thema CoronavirusExterner Link.
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Ein Schweizer will Mosambik unter die Arme greifen.
Er ist kein Unbekannter in Mosambik. Mirko Manzoni war bis 2019 Schweizer Botschafter im westafrikanischen Land. Während dieser Zeit sorgte er international für Aufsehen: Er war massgeblich am erfolgreichen Abschluss eines Friedensabkommens im Land beteiligt.
Nun terrorisiert eine Dschihadistengruppe den Norden Mosambiks und stürzte das Land in eine tiefe humanitäre Krise. Manzoni ist unterdessen persönlicher Gesandter des UNO-Generalsekretärs für Mozambik.
Mein Kollege Frédéric Burnand konnte mit Manzoni sprechen. Dieser thematisiert unter anderem die Schwierigkeit, einen laufenden Prozess der Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegration von Kämpfern abzuschliessen, damit die Regierung anschliessend alle Kräfte vollständig in den Norden des Landes umlenken kann, um dort die Terroristen zu bekämpfen.
- Das ganze Interview mit Mirko Manzoni lesen Sie hier.
- 2019 sprachen wir mit Manzoni über seinen Einsatz für den Friedensprozess in Mozambik.
- Das Friedenshandwerk kann in der Schweiz erlernt werden, wie dieser Artikel aus unserem Archiv zeigt.
Schweizer Themen interessieren manchmal auch die ganze Welt.
Wie Sie vermutlich wissen, berichten wir hier bei SWI swissinfo.ch in zehn Sprachen über die Schweiz. Neben unserer treuen Leserschaft erreichen wir damit oft auch Konsumentinnen und Konsumenten internationaler Medien und Blogs.
Unser Community Developer Philipp Meier hat eine neue Serie lanciert. Er bietet darin künftig einen Überblick über jene Schweizer Debatten, die zum Teil bis weit über die Landesgrenzen hinaus Aufmerksamkeit bekamen.
In seinem Rückblick auf den Monat Mai waren dies unter anderem der Tod einer ranghohen Mitarbeiterin der Schweizer Botschaft in Teheran, ein gepfefferter Bericht der Schweizer Bankenaufsicht Finma über Regelbrüche der Grossbank Credit Suisse oder die Entdeckung einer wichtigen Schwachstelle des Coronavirus an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH).
- Der Übersichts-Artikel von Philipp Meier.
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Womit wir schliesslich noch zu der versprochenen Geschichte der Schweizer Uhrenindustrie kommen.
Die Quarzuhr wurde «mindestens achtmal erfunden», wie es im Buch «Die Elektrifizierung der Armbanduhr» heisst. Sie ist unzweifelhaft aber auch eine Schweizer Innovation. Nun hiess es immer, die Perfektionierung der Quarzuhr durch die Japaner hätte der Schweizer Uhrenindustrie in den 1970er-Jahren fast das Genick gebrochen.
Der Schweizer Historiker Pierre-Yves Donzé, der lustigerweise an der Universität Osaka in Japan forscht und lehrt, ist ein ausgewiesener Experte für die Schweizer Uhrenindustrie. Er sagt, die Quarzkrise sei ein Mythos.
Die Schweizer Uhrenindustrie sei schon zuvor in der Krise gewesen. Die Quarz-Revolution habe lediglich deren Auswirkungen verstärkt, sagt Donzé im Artikel unserer freien Mitarbeiterin Béatrice Koncilja-Sartorius. Der Hauptgrund für die Krise sei das so genannte Uhrenstatut gewesen, das quasi einem Kartell entsprochen habe.
- Der Artikel von Béatrice mit mehr Details über die Geschichte der Krisen in der Schweizer Uhrenbranche.
- Pierre-Yves Donzé haben wir bereits 2017 in unserer Serie #WeAreSwissAbroad porträtiert.
- Unser umfassender Fokus zur Schweizer Uhrenindustrie.
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