Kosovo: Österreich hofft auf längeren Schweizer Einsatz
Der österreichische Verteidigungsminister Herbert Scheibner hofft, dass die Schweiz ihren Armee-Einsatz im Kosovo verlängert. Der bisherige gemeinsame Einsatz funktioniere sehr gut, sagte Scheibner.
Der österreichische Verteidigungsminister traf am Dienstag (24.10.) mit dem Schweizer Bundespräsidenten Adolf Ogi zusammen.
Die beiden Verteidigungsminister lobten im Bern die militärische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Man könne nicht wegsehen, wenn die Menschenrechte derart eklatant verletzt würden wie in den Balkan-Staaten, sagte der österreichische Verteidigungsminister.
«Das Morden und Foltern muss gestoppt werden», so Scheibner weiter. Jeder Konflikt zeige seine Auswirkungen auch in anderen Ländern. Die Schweizer Armee geniesse höchste Anerkennung im Ausland; der gemeinsame Kosovo-Einsatz mit Österreich funktioniere sehr gut. Österreich werde seinen Einsatz nun verlängern, und er hoffe, die Schweiz werde nachziehen, sagte Scheibner.
Gute Beziehungen
Ogi erklärte, dass das Nachbarland bedeutend stärker friedenspolitisch engagiert sei als die Schweiz. Scheibner seinerseits hob den Vorsprung der Schweiz beim Verteidigungsbudget und der Infrastruktur hervor.
Die beiden Länder intensivieren zudem ihre bilaterale Katastrophenhilfe. Dabei wollen sie sich gegenseitig im Katastrophenfall unterstützen. Scheibner bezeichnete die Beziehungen zwischen den beiden Ländern als «vorbildhafte Freundschaft» in Europa.
swissinfo und Agenturen
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