Stagnation der Bildungsausgaben und Lehrergehälter
Seit 1992 stagnieren die öffentlichen Bildungsausgaben und die Lehrergehälter. Die Investitionen in Schulhäuser gingen um 15 Prozent zurück. Dies zeigt eine am Dienstag (28.12.) publizierte Studie des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Seit 1992 stagnieren die öffentlichen Bildungsausgaben und die Lehrergehälter. Die Investitionen in Schulhäuser gingen um 15 Prozent zurück. Dies zeigt eine am Dienstag (28.12.)publizierte Studie des Bundesamtes für Statistik (BFS).
Die jährlichen Bildungsausgaben betragen 20,8 Milliarden Franken (Zahlen von 1997). Das sind 5,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts. 91 Prozent der Ausgaben entfallen auf die Lehrergehälter, den Gebäudeunterhalt und die Lehrmittel. Der Rest wird für den Neubau und die Renovation von Schulhäusern aufgewendet.
Der Anteil der Lehrergehälter beläuft sich seit 1992 unverändert auf 55 Prozent der gesamten Bildungsausgaben. Die Ausgaben für Investitionen im Bildungsbereich sind dagegen seit 1992 ununterbrochen zurückgegangen: von 2,1 auf 1,8 Milliarden. Dies bedeutet eine Kürzung um 15 Prozent.
Pro Kind 10’500 Franken
1997 setzten sich die öffentlichen Bildungsausgaben wie folgt zusammen: Bund 2,4 Milliarden oder 12 Prozent, Kantone 11 Milliarden oder 52 Prozent und Gemeinden 7,4 Milliarden oder 35 Prozent. Die Zahl der Lernenden und Studierenden betrug 1,32 Millionen, 8 Prozent mehr als 1990.
Die Zahl der Lernenden in den Kindergärten und der obligatorischen Schule nahm zwischen 1990 und 1997 um 13 Prozent zu. Da die laufenden Ausgaben im selben Zeitraum nur um 10 Prozent stiegen, reduzierten sich die Ausgaben pro Kind von 10’700 auf 10’500 Franken.
SRI und Agenturen
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