Swisscoy bleibt bis Ende 2001 – 120 Millionen für Kosovo
Die Schweiz unterstützt in diesem Jahr zahlreiche Projekte im Kosovo mit insgesamt rund 120 Mio. Franken. Dazu gehört auch die Swisscoy, das Schweizer Kontingent der internationalen Friedenstruppe KFOR, das nun ein weiteres Jahr vor Ort bleibt.
Die Swisscoy bleibt im Kosovo. Die Schweizer Regierung hat am Mittwoch (25.10.) den Einsatz der aus rund 160 freiwilligen Armeeangehörigen bestehenden Kompanie bis Ende 2001 verlängert. Für das Jahr 2001 sind für die Swisscoy 27 Mio. Franken vorgesehen.
Seit Oktober 1999 erbringt die Swisscoy logistische Dienstleistungen zugunsten des österreichischen Kontingents AUCON, das im Rahmen der deutschen Brigade der Kosovo-Force (KFOR) im Einsatz steht. Zur Zeit befindet sich die dritte Swisscoy-Ablösung in Ausbildung. Die vierte wird gegenwärtig rekrutiert.
Häuser, Schulen und Kühe
Rund 20 Mio. Franken investieren regierungsunabhängige Organisationen, sogenannte NGOs, in Schweizer Projekte in Kosovo. Sie umfassen verschiedene Bereiche, darunter die Sanierung von Trinkwasser- Installationen und das Erstellen eines neuen Katasters.
Bisher wurden mit Schweizer Hilfe 1’100 Häuser und vier Schulen wieder aufgebaut. Die 2’000 Schweizer Kühe haben bereits 500 Kälber geboren. Die Kühe wurden in den Kosovo gebracht, weil ihr Bestand im Krieg stark zurückgegangen ist.
Rund hundert Schweizerinnen und Schweizer arbeiten im Kosovo, darunter 30 für das Verbindungsbüro unter der Leitung von Peter Sutter. 24 sind für die OSZE tätig, die sich mit dem Demokratisierungs-Prozess befasst. Dazu kommen die Soldaten der Swisscoy.
Am Samstag finden in der jugoslawischen Provinz Kosovo die ersten freien Kommunalwahlen statt. Doch auch nach dem Regimewechsel in Belgrad bleibt der künftige Status Kosovos unklar.
swissinfo und Agenturen
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