Startschuss für Jahr der Biodiversität
Bundesrat Moritz Leuenberger hat in Bern das Internationale Jahr der Biodiversität in der Schweiz lanciert. Der Umweltminister unterstrich die Bedeutung der Artenvielfalt für das ökologische Gleichgewicht, aber auch für die Wirtschaft der Schweiz.
Die Schweiz sei in Sachen Biodiversität kein Vorbild, räumte Leuenberger vor den Medien in Bern ein. So habe die OECD die Schweiz diesbezüglich wegen ihrer nachlässigen Haltung gemahnt.
Laut dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) haben ökologisch besonders wertvolle Lebensräume in der Schweiz vor allem im letzten Jahrhundert grosse Flächen verloren. Weiterhin rasant schreite der Verlust an Kulturland voran. In den letzten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts verschwanden demnach jeden Tag elf Hektaren Kulturland.
Wie Leuenberger unterstrich, beschleunigt der Einfluss des Menschen das Verschwinden von Pflanzen- und Tierarten um das 100- bis 1000-Fache.
Mit zahlreichen Aktionen wollen Bund sowie verschiedene Verbände und Organisationen deshalb im Laufe des Jahres die Biodiversität ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit rücken.
Laut Leuenberger ist die Erhaltung der Biodiversität nicht nur eine ethische Verantwortung, sondern auch wirtschaftlich lohnenswert, schaffe sie doch vor allem durch die land- und forstwirtschaftliche Nutzung und den Tourismus jedes Jahr Wert in Milliardenhöhe.
swissinfo.ch und Agenturen
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