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Stadtpräsidiumswahl in Grenchen SO beginnt von vorne

Keystone-SDA

Die Stimmberechtigten von Grenchen SO werden erneut zur Urne gebeten. Der erste Wahlgang für das Stadtpräsidium findet am 27. September statt, ein allfälliger zweiter am 29. November. Dies hat die Gemeinderatskommission an einer ausserordentlichen Sitzung entschieden.

(Keystone-SDA) Die Gemeinderatskommission der Stadt Grenchen ist nach einem Austausch mit der Staatskanzlei des Kantons Solothurn zum Schluss gekommen, dass die konkreten Umstände des vorliegenden Falls für eine Neuansetzung der gesamten Wahl sprechen, wie die Staatskanzlei am Dienstag in einer Mitteilung schrieb.

Dass seit dem ursprünglichen ersten Wahlgang inzwischen mehr als ein Jahr vergangen ist und sich die Verhältnisse seither verändert haben, sei besonders zu berücksichtigen. «Eine Neuansetzung ermöglicht es den damaligen Kandidierenden, ihre Kandidatur unter den heutigen Voraussetzungen erneut zu prüfen und verhindert gleichzeitig, dass Personen zur Wahl stehen, die für das Amt inzwischen nicht mehr zur Verfügung stehen», heisst es weiter.

Grenchen musste selbst entscheiden

Die Kommission beruft sich weiter auf das Gesetz über die politischen Rechte, wonach eine aufgehobene Wahl wiederholt werden muss. Das kantonale Recht unterscheide dabei nicht ausdrücklich zwischen einer Wahl und einzelnen Wahlgängen, weshalb die Bestimmung einer Auslegung bedürfe, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Mitte Juni hatte das Bundesgericht die Wahl von Susanne Sahli (FDP) ins Stadtpräsidium von Grenchen annulliert. Die Lausanner Richter stellten nach einer Wahlbeschwerde schwerwiegende Fehler bei der Stimmenauszählung fest. Sahli verlor das Amt per sofort.

Die FDP-Politikerin hatte sich im zweiten Wahlgang am 28. September 2025 gegen Mitbewerber Patrick Crausaz (GLP) mit einem Unterschied von nur 25 Stimmen durchgesetzt. Sahli erhielt 2094 Stimmen, bei einer Wahlbeteiligung von 45,2 Prozent. Sie trat ihr neues Amt auf Anfang dieses Jahres an. Der gewählte Crausaz hat mittlerweile die Amtsgeschäfte von Sahli übernommen.

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