Stiftung Beloved für Brandopfer von Crans-Montana nimmt Arbeit auf
Sechs Monate nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana kann die Stiftung Beloved für die Hilfe an die Opfer ihre Tätigkeit aufnehmen. Zum Direktor wurde Christian Cardon de Lichtbuer ernannt, der früher für das IKRK tätig war.
(Keystone-SDA) Beloved wurde auf Initiative des Kantons Wallis gegründet. Der Brand am 1. Januar in der Bar «Le Constellation», bei dem 41 Menschen gestorben und 115 verletzt worden waren, hat die Walliser Bevölkerung tief erschüttert.
Am Mittwoch teilte die Stiftung mit, Förderanträge nun bearbeiten zu können. «Unsere Priorität besteht zum jetzigen Zeitpunkt darin, auf die Betroffenen und ihre Familien zuzugehen, um die Bedürfnisse zu ermitteln und so heute wie auch langfristig bestmöglich darauf eingehen zu können», sagte Christian Cardon de Lichtbuer.
Er leitet den Exekutivausschuss, der den Stiftungsrat unterstützt. Bevor er das neue Amt übernahm, war der Belgier für das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) tätig.
24 Millionen Franken gespendet
Bis heute sind Spenden und Spendenzusagen in Höhe von rund 24 Millionen Franken bei der Stiftung eingegangen. Unter den Geldgebern befinden sich die Kantone Wallis und Waadt, die Gemeinde Crans-Montana und Privatpersonen.
Die Stiftung sorgt eigenständig für die Verteilung der Spenden. Dabei sollen Initiativen und Projekte, die mit dem Brand in Zusammenhang stehen, unterstützt werden. Die angebotene Hilfe soll zielgerichtet, unbürokratisch, schnell und mit anderen Unterstützungsleistungen abgestimmt wirken. Sie kann vorübergehend oder dauerhaft eingesetzt werden.
Die Stiftung übernimmt die Kosten dort, wo nachweislich dringender Bedarf besteht, den andere Leistungserbringer nicht oder nicht schnell genug decken.