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Kinder mit Schulsäcken und eine Frau gehen zusammen in Richtung Schule.

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Kinder haben in der Schweiz ist teuer. Es kann gar zu Armut führen. Die hohen Lebenshaltungskosten können aber auch ältere Personen in Schwierigkeiten bringen. Einige ziehen deshalb ins Ausland. Aber zuerst geht es um gewählte Parlamentarier, die gar nicht ins Bundeshaus wollen.

Gute Lektüre und liebe Grüsse aus Bern

Ein Wahlplakat mit der Kandidatin Beatrice Simon.
Keystone / Peter Klaunzer

Ja, Sie lesen richtig: Einige Parlamentarier wollen ihr Amt nicht antreten – obwohl sie gewählt wurden. Ist dies Verrat am Wählerwillen oder gar nicht weiter schlimm?

Eines gleich vorweg: In der Schweiz ist es nicht verboten, sich wählen zu lassen und das Amt dann doch nicht anzutreten. Aber geläufig ist es nicht.

«Es ist schlechter politischer Stil«, sagt eine Politologin gegenüber SRF. Und in gewisser Weise eine Missachtung des Wählerwillens.

Zurückziehen tun sich drei in den Nationalrat Gewählte: Pierre Eckert von den Grünen und Jocelyne Haller von der Linksaussen-Bewegung «Ensemble à gauche». Beide politisieren sie lieber im Kanton Genf weiter. Und BDP-Politikerin Beatrice Simon will lieber Berner Regierungsrätin bleiben.

Kinder mit Schulsäcken und eine Frau gehen zusammen in Richtung Schule.
Keystone / Laurent Gillieron

Wie viel kosten Sie Ihre Kinder pro Monat? Bestimmt – und hoffentlich – weniger als wenn Sie in der Schweiz leben würden.

In der Schweiz, einem Land mit hohen Lebenshaltungskosten, können Kinder zum Luxus werden. So betragen die direkten Unterhaltskosten je nach Alter des Kindes im Durchschnitt zwischen 1200 und 1800 Franken pro Monat und Kind.

Grundsätzlich ist die Erziehung eines Kindes auf dem Land billiger als in der Stadt. Denn dort sind die Mieten niedriger und das soziale Netzwerk ist in der Regel enger und kann so für niedrigere Kosten für die ausserfamiliäre Kinderbetreuung sorgen.

«Stellen Sie sich das vor: Im Jahr 2019 droht vielen in der Schweiz die Armut, weil sie Kinder kriegen«, sagt Domenico Sposato von Caritas in der Basler Zeitung. Und in einer Wohlstandsgesellschaft sei es besonders belastend arm zu sein.

Die Auswanderer Kati und Peter Diethelm in ihrem Garten in Costa Rica.
zvg

Nicht nur wer Kinder hat, ist in der Schweiz zunehmend von Armut betroffen. Weil das Geld in der Schweiz nicht mehr reicht, wandern immer mehr Schweizerinnen und Schweizer aus – häufig im Rentenalter.

So auch Kati und Peter Diethelm, die wir Ihnen bereits vor ein paar Tagen vorgestellt haben. Die beiden wanderten vor zwei Jahren nach Costa Rica aus und führen dort nun ein sorgenfreies Leben mit Haus, Pool, Gästehaus und einer Rancho.

Unterdessen haben sich weitere Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen gemeldet, die wie die Diethelms aus finanziellen Gründen ausgewandert sind. «Ich bin aus finanziellen Gründen in die Dominikanische Republik ausgewandert. Nur mit der AHV kannst du in der Schweiz nicht leben und auf Ergänzungsleistungen angewiesen sein ist nicht lustig», schreibt etwa Roger Widmer.

Für Dyna Eilenriede war die Geldfrage «definitiv auch» einer der Gründe für die Auswanderung. «In der Schweiz könnten wir uns keinen vergleichbaren Lebensstandard leisten», hält sie fest. Sabine Braunschweiger schreibt, sie sei zwar nicht aus finanziellen Gründen ausgewandert. Doch sei die Geldfrage «eine der guten Begründungen, nicht zurückzukehren».

Bild eines Gletschers umgeben von Gestein und blauem Himmel.
sda-ats

Kommen wir noch aufs Wetter zu sprechen. Gleich mehrere Medien widmen diesem Thema in den letzten Tagen einen Artikel – unter verschiedenen Gesichtspunkten.

Da ist einerseits der Tages-Anzeiger, der schreibt, dass 2019 weniger Gäste aus den Golfstaaten in die Schweiz gereist sind. Das liege auch an einem Wetterphänomen: So habe die Berichterstattung über die Hitzesommer in Europa diese Touristen vermehrt an kühlere Orte ausweichen lassen.

Die NZZ berichtet aus dem Bündnerland. Dort lauert die Gefahr am Berg: Wegen des Klimawandels schmilzt der Permafrost. Das Risiko für Felsstürze und Schlammlawinen steigt. Abhelfen soll beispielsweise ein riesiger Steinwall.

Finanz und Wirtschaft schliesslich beleuchtet das Thema aus der Sicht der Versicherungskosten. Überschwemmungen, Hagel und Sturm seien die häufigsten Naturkatastrophen in der Schweiz. Sie verursachten mehr als 90% der Elementarschäden.

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