Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Leider habe ich Ihnen heute keine guten Nachrichten. Die New York Times berichtet von weltweit viel mehr Corona-Todesfällen als offiziell angegeben. Gilt das auch für die Schweiz?
Herzliche Grüsse aus Bern, und bleiben Sie gesund!
Es könnte viel mehr Corona-Tote als offiziell ausgewiesen geben. Zu diesem erschreckenden Schluss kommt eine Datenanalyse.
Weltweit starben bisher offiziell um die 177’000 Menschen an den Folgen von Covid-19. Doch wie hoch ist die Dunkelziffer? Dieser Frage ging die New York Times nach, indem sie Daten aus zehn Ländern analysierte – darunter auch aus der Schweiz.
Es geht dabei um die so genannte Übersterblichkeit, wie der Tages-Anzeiger berichtet. Das bedeutet, wie viele Menschen mehr gestorben sind, als durchschnittlich in derselben Periode in den Vorjahren. Nun werden aber in vielen Ländern lange nicht alle Todesfälle, die über die normale durchschnittliche Sterblichkeitsrate hinaus verzeichnet werden, Covid-19 zugeschrieben.
Die New York Times schliesst daraus, dass die tatsächlichen Coronavirus-Opferzahlen allein in den untersuchten zehn Ländern um etwa 25’000 zusätzliche Opfer höher sein könnten. Anscheinend zählen viele Länder nur jene Corona-Todesfälle, die sich in Spitälern ereignet haben.
- Der Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link.
- Das Schweizer Parlament will jetzt auch wieder mitreden. Es trifft sich zu einer ausserordentlichen Session – mit angemessenem Abstand in einer Messehalle, wie meine Kollegin Marie Vuilleumier schreibt.
- Die Liebe muss sich in Zeiten von Corona neu erfinden, wie heute meine Kollegin Katy Romy schreibt.
- Mehr Details und Zahlen zur Corona-Pandemie im jeden Tag aufdatierten Überblick von SWI swissinfo.ch: Coronavirus: Die Situation in der Schweiz.
- Hier finden Sie die neusten Meldungen und Berichte von SRF News zum Thema CoronavirusExterner Link.
- Das Bundesamt für Statistik (BFS) bietet eine Seite mit umfangreichen Zahlen zu Covid-19Externer Link.
Sie könnte zum europaweiten Standard werden – die Schweizer App, die vor möglichen Ansteckungen mit dem Coronavirus warnt.
Wird die Schweiz zur lachenden Dritten? Während die europäische Forschungsgemeinschaft für das Contact-Tracing Schiffbruch zu erleiden scheint, nimmt das Interesse an einer Schweizer Lösung zu. Das berichtet heute die Republik.
Wie Sie im gestrigen Briefing bereits lesen konnten, haben die Technischen Hochschulen ETH und EPFL die App «DP-3T» entwickelt. Beim Contact-Tracing geht es darum, Personen ausfindig zu machen, die sich länger in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Indem diese sich testen lassen, sollen die Übertragungsketten unterbrochen werden können.
Der Vorteil der Schweizer App: Sie setzt auf ein dezentrales Modell, das die Privatsphäre der Nutzerinnen und Nutzer besser schützen soll. Dabei werden die persönlichen Daten auf dem Endgerät gesammelt, gespeichert, verschlüsselt und verarbeitet. Im Gegensatz zur zentralen Lösung des europäischen Projekts, das alle Daten auf einem Server, also zentral, erfasst hätte. Nun probt die Schweiz den Alleingang und könnte so zur Pionierin werden.
- Der Artikel in der RepublikExterner Link.
- Auch SWI swissinfo.ch berichtete über die Hintergründe des Contact Tracing.
- Offizielle Informationen über das neue CoronavirusExterner Link auf der Website des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
- Die Krise in Grafiken finden Sie hier.
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Der Schweizer Tourismus hofft in Zeiten der Krise jetzt auf… die Schweizerinnen und Schweizer.
Seit der Ausrufung der ausserordentlichen Lage in der Schweiz bleiben ausländische Touristinnen und Touristen aus. Bei Hotels gehen derzeit kaum Buchungen ein, wie Der Bund heute berichtet. «Vielleicht ruft der Bundesrat wegen des Virus schon bald zu Sommerferien in der Schweiz auf», so die Zeitung.
Nun sollen es also die Schweizerinnen und Schweizer richten. Es bleibt uns wohl auch nicht viel anderes übrig. Auch meine Ferienpläne im Ausland scheinen sich dieser Tage immer mehr in Luft aufzulösen. Dieser Sommer sei die ideale Zeit, die Schweiz neu zu entdecken, ohne Horden von Touristen, heisst es im Bund.
Schon mehrmals seien die ausländischen Gäste fast gänzlich ausgeblieben. Zuletzt während der beiden Weltkriege. Ab 1940 setzte laut dem Bericht ein inländischer Reiseboom ein. So sei «die Ferienreise zum Dienst am Vaterland in touristischem Gewand» geworden, wird eine Historikerin zitiert.
- Der Artikel in Der BundExterner Link (Paywall).
- Die finanziellen Hintergründe der Tourismus-Baisse beleuchtet heute die Neue Zürcher ZeitungExterner Link.
- In unserem aktuellsten Videopost auf InstagramExterner Link finden Sie ein Beispiel für innovative Schweiz-Ferien.
Zum Schluss noch etwas ganz weit weg vom Corona-Thema. Ein Unterhaltungsprogramm in Echtzeit. Protagonisten: Eine Krähenfamilie.
#StayHome. Dieser Leitsatz gilt derzeit nicht nur für Menschen, sondern auch für Jungtiere. Besonders, wenn sie Vögel sind und noch nicht fliegen können. In der Region Bern bietet gegenwärtig eine Live-Webcam Einblick in den Alltag einer Krähenfamilie. Und dies während ganzen drei Monaten.
Manchmal ist längere Zeit nichts los. Doch wenn das Futter in Form von Mama- oder Papakrähe anfliegt, ist Action angesagt. Denn die beiden Jungtiere sind eigentlich immer hungrig und reissen ihre Schnäbel weit auf – oft auch dann, wenn es mal nichts zu Fressen gibt.
Die Webcam scheint beliebt zu sein in dieser Zeit der Selbstisolation: Bereits verzeichnet die Website gegen 15’000 Aufrufe. Die Webcam ist Teil eines Projekts, mit dem der Ruf dieser Vögel aufpoliert werden soll.
- Die Live-Webcam der Berner KrähenfamilieExterner Link.
- Auch Berner Störche können beobachtet werdenExterner Link. Diese Webcam allerdings schiesst nur alle fünf Minuten ein Bild, dafür mit Infrarot auch in der Nacht.
- Mehr über Wildtier-Webcams und weitere Beispiele finden Sie in diesem Artikel des Magazins TierweltExterner Link.
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Unser neustes Projekt: Ab dieser Woche publizieren wir wöchentlich eine Folge aus unserer neuen Serie «Coronavirus LichtblickeExterner Link«. Irgendetwas Gutes muss das Ganze doch haben… Unsere Leserinnen und Leser haben meiner Kollegin Céline Stegmüller von ihren positiven Erlebnissen in dieser schwierigen Zeit erzählt. Schauen Sie rein!
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