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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Spätestens ab 6. Juli soll die Reisefreiheit im gesamten Schengen-Raum wieder garantiert sein. Wollen Sie schon bald Ihre Liebsten in der Schweiz besuchen kommen?

Herzliche Grüsse aus Bern!

Wichtige Staatsverträge wie Schengen und die damit verbudene Aufhebung der Grenzkontrollen müssen bereits heute zwingend dem Volk unterbreitet werden. Keystone

«Wir haben die Lage im Griff.» Das sagte heute die Landesregierung. Am 19. Juni soll die «ausserordentliche Lage» beendet werden.

Bereits ab Samstag, 6. Juni sollen alle Veranstaltungen bis 300 Personen wie auch Kino- und Theaterbesuche, Sportveranstaltungen und Ferienlager wieder möglich sein. «Wir wissen, dass man dieses Virus in Schach halten kann. Und wir wissen, wie man das tut», sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. Natürlich gelte weiter: Hände waschen, Abstand halten und nötigenfalls eine Maske tragen.

Laut Gesundheitsminister Alain Berset können wir mit gutem Gewissen nun grössere Lockerungsschritte angehen. Denn die Zahlen der Neuinfektionen, Todesfälle und neuen Patienten in den Spitälern seien tief. Mitte März waren es 1000 Neuansteckungen pro Tag, jetzt nur noch zwischen 10 und 15.

Auch die Einreisebeschränkungen sollen gelockert werden. Der Bundesrat will die Personenfreizügigkeit und Reisefreiheit im gesamten Schengen-Raum bis spätestens am 6. Juli vollständig wiederherstellen. Die Exportunternehmen würden ihre Kontakte ins Ausland wieder normalisieren können, sagte Justizministerin Karin Keller-Sutter.

Keystone / Peter Klaunzer

Gute Noten für den Bundesrat. Die Landesregierung habe in der Coronakrise vorbildlich kommuniziert, attestieren Experten.

Es wurde zum geflügelten Wort: «Wir müssen so schnell wie möglich, aber so langsam wie nötig handeln.» Der Satz, den Gesundheitsminister Alain Berset zur Ankündigung der Lockerungsstrategie des Lockdowns sagte. Er landete nicht nur in Zeitungen, sondern wurde auch in mehreren Sprachen auf T-Shirts gedruckt.

Dieser Satz sei ein perfektes Beispiel für den klaren und angemessenen Ton, den die Schweizer Behörden seit Ausbruch des Coronavirus gewählt hätten, schreibt meine Kollegin Geraldine Wong Sak Hoi. Kommunikationsexpertinnen und -experten bescheinigen der Regierung eine gute Krisenkommunikation. Und dies unter widrigen Umständen. Denn zu Beginn der Corona-Pandemie hätten die Chancen auf Erfolg schlecht gestanden. In einem föderalistischen Land, in dem jeder Kanton über gewisse Kompetenzen verfüge, eine klare, einheitliche Botschaft auszusenden, sei keine leichte Aufgabe gewesen.

Kleiner Wermutstropfen: Unter anderem habe das Lavieren in der Frage des Maskentragens und der Rolle von Kindern bei der Verbreitung des Virus zu Unsicherheit geführt, so eine Expertin. Aber die Behörden hätten auch immer wieder Fehler zugegeben und ihre Positionen geklärt.

sda-ats

Die Schweizer Uhrenbranche ist beunruhigt. Hongkong, der wichtigste Absatzmarkt, wird von China immer stärker an die Kandare genommen.

Zuerst die Demonstrationen. Dann das Coronavirus. Und nun der Anlauf zu einem neuen Sicherheitsgesetz für die ehemalige britische Kronkolonie. Hongkong kommt nicht zur Ruhe.

Das ist schlecht fürs Business, besonders für Schweizer Uhren. Denn die Stadt ist der wichtigste Exportmarkt der Schweizer Uhrenindustrie – vor den USA, China und Japan. Beobachter befürchten ein Ende des Prinzips «Ein Land, zwei Systeme». Es drohen erneute Proteste, was die Geschäfte der Uhrenindustrie weiter beeinträchtigen würde, wie die Zeitungen der Tamedia Gruppe (TX Group) schreiben.

Konsequenz: Schweizer Arbeitsplätze sind gefährdet. Immerhin arbeiten mehrere Zehntausend Menschen in der Schweizer Uhrenindustrie und bei ihren Zulieferern. Die Hersteller sind beunruhigt über die Entscheide des chinesischen Volkskongresses. Dazu äussern aber mögen sie sich nicht. Sie befürchten, ihre geschäftlichen Interessen zu gefährden.

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Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

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