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Mann mit Maske allein auf der Strasse

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Den wenigsten von Ihnen wird es wohl so ergehen wie Barbara Kündig in Melbourne. Insgesamt 247 Tage steht ihre Stadt bereits unter einem harten Lockdown.

Herzliche Grüsse aus Bern

Mann mit Maske allein auf der Strasse
Keystone / Daniel Pockett

Lockdown ohne Ende für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer in Melbourne.

Wenn ich hier in der Schweiz schon nicht mehr genau weiss, die wievielte Welle und wie viele Lockdowns wir hinter uns haben (es waren zwei) – wie soll es dann Barbara Kündig an ihrem Wohnort Melbourne wissen?

«Seit Beginn der Pandemie galt in Melbourne an 247 Tagen ein sehr strikter Lockdown.» Das sei Weltrekord, schreibt Watson.ch im Interview mit der Auslandschweizerin. Kündig lebt seit 24 Jahren in Australien.

Dank eigenem Haus und Garten könne sie sich zwar nicht beklagen, sagt sie. «Trotzdem: Wir stehen im Grunde genommen unter Hausarrest.» Und die Menschen in der Millionenstadt hätten «langsam die Schnauze voll»: «Wir sind im Lockdown, weil das unterfinanzierte Gesundheitswesen nicht mithalten kann.»

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Lockdown hier, Ende der Pandemie dort: Wie sieht das Leben in Ihrem Aufenthaltsland im Moment aus?

Während einige Länder in Europa die Pandemie für beendet erklären, herrschen in ein paar australischen Bundesstaaten immer noch strenge Auflagen. Was gilt in Ihrem Aufenthaltsland? Ist an Ferien in der Schweiz für Sie überhaupt zu denken?

10 Kommentare
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Bankberatung
Keystone / Martin Ruetschi

Ein Bankkonto in der Schweiz zu führen, wird für Schweizerinnen und Schweizer im Ausland fast unmöglich.

Viele Schweizer Banken haben in den letzten Jahren die Gebühren für die Kontobewirtschaftung für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer zum Teil um ein Vielfaches erhöht. Wir berichteten regelmässig darüber.

Immerhin: Es gebe doch noch einige Geldinstitute, die positiv herausstechen würden und Auslandschweizerinnen und -schweizern «passable Lösungen» böten, sagt Nicole Töpperwien gegenüber Finews.ch. «Doch in der Regel braucht es für die Kontoeröffnung einen Besuch in der Schweiz – und dies kann in Corona-Zeiten oder bei fortgeschrittenem Alter sehr schwierig sein.»

Töpperwien ist Geschäftsführerin von Soliswiss, der Schweizer Beratungsstelle für Auswanderung, Reisen, Globetrotten oder Rückkehr. Viele Fragen, die an sie herangetragen würden, könne ihr Büro direkt klären, anderes würden sie recherchieren oder dann Fachleute vermitteln, sagt sie.

Autos im Dunkeln
Keystone / Michael Buholzer

Es fand zwar «gestern in der Schweiz» statt. Doch das Treffen USA-China in Zürich endete erst nach Veröffentlichung unseres gestrigen Briefings.

Trotz Spannungen sind die USA daran interessiert, weiterhin auf höchster Ebene mit China zusammenzuarbeiten, sagte der nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, beim Gespräch mit dem obersten chinesischen Aussenpolitiker Yang Jiechi.

Dabei seien auch Themen wie die Menschenrechte in Xinjiang, der Umgang Pekings mit Taiwan oder Hongkong sowie die Situation im Südchinesischen Meer angesprochen worden. Das Treffen knüpfte an ein Telefonat der Präsidenten Joe Biden und Xi Jinping im September an. Damals hatten beide gewarnt, die Spannungen zwischen ihren Ländern könnten in einer Konfrontation enden.

In US-Medien wird nun spekuliert, ob das Zürcher Treffen bald zu einem virtuellen Treffen der beiden Spitzenpolitiker Biden und Xi noch vor Jahresende führen könnte. Virtuell darum, weil der chinesische Parteichef wegen der extrem strengen chinesischen Schutzmassnahmen gegen die Pandemie nicht persönlich am G20-Gipfel Ende Monat in Rom teilnehmen kann.

Landesflaggen in Genf
Olrat / Alamy Stock Photo

Was verstehen Sie unter Wissenschaftsdiplomatie? Ein Erklärungsversuch.

«Eines der besten Resultate dieser Diplomatie ist der Impfstoff gegen das neue Coronavirus.» Das sagt Alexandre Fasel im Interview mit swissinfo.ch. Er ist Sonderbeauftragter Science Diplomacy der Schweiz am Genfer UNO-Sitz.

Ein Beispiel, wo Wissenschaftsdiplomatie hätte helfen können, ist die Entdeckung der Kernspaltung. Otto Hahn und Lise Meitner konnten 1938 in Berlin nicht erahnen, dass diese Entdeckung einige Jahre später zum Bau der Atombombe führen würde.

Die Schweiz will nun versuchen, die Wissenschaft und die Diplomatie einander näherzubringen. Dies ab heute an einer dreitägigen Gipfelkonferenz in Genf mit hochrangigen Gästen. Wir sind vor Ort und berichten in verschiedenen Sprachen.

Frau mit Töpfen im Auto
zvg

Was haben Entwicklungshilfe und Supermarktketten gemeinsam?

Statt grosse Projekte zu starten, sollte die internationale Entwicklungshilfe eher die bestehenden lokalen Bemühungen stärken. Das sagt die britisch-nigerianische Politikwissenschaftlerin Faye Ekong im Artikel meiner Kollegin Sibilla Bondolfi.

«Sobald die Maschinerie der internationalen Entwicklungshilfe auffährt, werden alle lokalen Initiativen ausgelöscht«, warnt Ekong. Sie vergleicht dies mit dem bei uns als Lädelisterben bekannten Phänomen: «Wenn eine Supermarktkette an einem Ort eine Filiale eröffnet, gehen die kleinen Läden bankrott.»

Vielmehr sollte soziales Unternehmertum vor Ort gefördert werden, denn solche Leute hätten in den eigenen Gemeinschaften investiert und wüssten, was dort gebraucht werde, so Ekong. Und unter diesem Aspekt stehe die Schweiz relativ gut da, schreibt Sibilla.

  • Mehr zum Thema finden Sie im aktuellen Artikel von Sibilla, der Folge 2 der Serie «Entwicklungshilfe dekolonisieren»..
  • Folge 1 der Serie «Entwicklungshilfe dekolonisieren».
  • Folge 3 der Serie «Entwicklungshilfe dekolonisieren».

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