Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Die beliebte Tessinerpalme, für viele das Wahrzeichen des Schweizer Südens, ist in Wirklichkeit eine höchst invasive Pflanze, die einheimische Bäume verdrängt. Was nun?
Herzliche Grüsse aus Bern
Eine Studie zeigt die negativen Folgen der beliebten Tessinerpalme.
Sie gilt für viele als Inbegriff für Süden, Strand und Dolce Vita. Doch die so genannte Tessinerpalme (Chinesische Hanfpalme) hat es faustdick hinter den Ohren: Sie ist eine höchst invasive und problematische Pflanze. Im Kanton Tessin hat sie ganze Waldhaine verdrängt.
Laut einem Wissenschaftler der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, mit dem mein Kollege Zeno Zoccatelli gesprochen hat, kommt die Palme nicht einmal im Fernen Osten in dieser Dichte vor. Dort ist ihre Art ursprünglich beheimatet.
Nun zeigt eine Studie: Am stärksten durch die Tessinerpalme gefährdet sind stadtnahe Gebiete, besonders brachliegendes Ackerland am Rand von Wäldern und Waldgebieten. Dort sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Vögel Samen aus Gärten hinschleppen würden. Die Behörden sind alarmiert.
- Wie in der Schweiz gegen die Tessinerpalme vorgegangen wird, erfahren Sie im Artikel von Zeno.
- Aus unserem Archiv: Importierte Pflanzen und Tiere gehören zu den Hauptursachen für den Verlust der weltweiten biologischen Vielfalt.
- Mehr Infos über invasive gebietsfremde Arten finden Sie auf der Website des Bundesamts für UmweltExterner Link.
Mehr
A propos Tessin: Eine Schweizer Kamera namens Tessina machte Furore in Spionage- und Film.
Klein, handlich und superpräzise: Geheimdienste wie Stasi und CIA liebten die Kamera aus der solothurnischen Uhrenstadt Grenchen. Die Tessina war oft die erste Wahl für die Observation oder zum Abfotografieren von geheimen Dokumenten, wie die NZZ am Sonntag berichtet.
Als die Tessina 1960 auf den Mark kam, war sie die kleinste Kamera, die mit herkömmlichem Kleinbildfilm (35 mm) arbeitete. Geheimdienste versteckten sie in Zigarettenschachteln, in Schlüsseletuis und Einkaufstaschen, in Halstüchern, Regenschirmen und Geldbörsen. Sie war so klein, dass sie laut einem Bericht von Fotointern.ch wie eine Uhr am Handgelenk getragen werden konnte.
Besonders die Staatssicherheit der DDR schien die Kamera zu lieben, wie ein Besuch des Journalisten der NZZ am Sonntag im Stasi-Museum in Berlin offenbart. In den USA schrieb sie sogar Spionagegeschichte, weil sie beim Einbruch ins Watergate-Gebäude benutzt wurde. Und Alfred Hitchcock verewigte sie 1969 in seinem Spionage-Thriller «Topaz».
- Der Artikel in der NZZ am SonntagExterner Link (Paywall).
- Laut dem Grenchner TagblattExterner Link wurde die Tessina noch bis 1990 hergestellt.
- Spannender Artikel aus unserem Archiv: «Als die Schweiz zum Spionagezentrum Chinas wurde».
Aufgepasst: Künstliche Intelligenz könnte im Wahlkampf zum Einsatz kommen!
Sie heissen Midjourney, Stable Diffusion oder ChatGPT. Seit letztem Herbst spielt die halbe Welt mit diesen Chatprogrammen und lässt sie Texte generieren, allerlei Schabernack treiben – und politische Manipulation begehen, wie SRF News schreibt.
Durch die Verwendung von KI im Wahl- und Abstimmungskampf werde es für Wählerinnen und Wähler zunehmend schwieriger zu erkennen, dass man beeinflusst werde, warnt ein auf künstliche Intelligenz spezialisierter Ethik-Professor.
In der Schweiz ist der Einsatz von KI auf den Parteizentralen noch nicht weit verbreitet, wie eine Umfrage von SRF ergab. Lediglich zu Recherchezwecken setze man zum Teil auf die Chatbots, gaben zwei Parteien an.
- Die Details finden Sie im Bericht von SRF NewsExterner Link.
- Unser Fokus zum Thema KI und Ethik.
- «Ist die Künstliche Intelligenz dumm oder gefährlich?», fragte kürzlich mein Kollege Marc-André Miserez.
Das Double ist perfekt: Der Berner Fussballmeister Young Boys hat sich auch den Cup-Pokal geholt.
Bern hat Grund zum Feiern. Ein hart erkämpfter Sieg führte den Meister dieser Saison gegen Lugano gestern zum dritten Double in der Vereinsgeschichte. YB bodigte die Luganesi im heimischen Wankdorfstadion mit 3:2. Der achte Cuptriumph für die Young Boys.
Was für ein Unterschied zur letzten Saison, wo die Berner mit 16 Punkten Rückstand auf Zürich lediglich Rang drei in der Meisterschaft erreichten und im Cup früh ausgeschieden waren, schreibt Bluewin.ch: «Dem Double-Gewinner ist personell wieder einmal vieles gelungen.»
Zwar drohe dem Meister jetzt ein Aderlass, meint SRF News – wie immer, wenn eine Mannschaft dominiert, sind ihre Spieler auch international gefragt. Trotzdem sei ein Ende der Berner Dominanz nicht in Sicht.
- Die Analyse von Bluewin.chExterner Link.
- Wie geht es weiter? SRF News mit einem AusblickExterner Link.
- SRF News: Das war der Cupfinal 2023Externer Link.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards