Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Was soll am Nationalfeiertag gefeiert werden? Ein mythischer Held mit Armbrust, entlehnt aus einer nordischen Sage, oder die Gründung eines modernen demokratischen Staates? Die Schweiz hat sich für ersteres entschieden. Doch immerhin im Parlament wurde heute der 175. Geburtstag der Bundesverfassung gebührend gefeiert.
Herzliche Grüsse aus Bern
Die Schweiz hat Geburtstag: Warum der 12. September der grösste Konkurrent des 1. August ist.
Heute hat die Schweiz Geburtstag. 42 Tage nach dem 1. August, dessen historische Genauigkeit etwa so klar ist wie der Morgennebel über dem Rütli, findet am 12. September ein Jubiläum statt, das felsenfest datiert und verifiziert werden kann: Vor 175 Jahren wurde die Schweizer Bundesverfassung in Kraft gesetzt.
So wurde aus einem losen Gebilde von Kleinstaaten die moderne Schweiz; demokratisch und mit Wahlrecht für alle Bürger – die Bürgerinnen mussten sich noch ein bisschen gedulden.
Die Diskussion, den Nationalfeiertag auf den 12. September zu verlegen, ist nicht neu. Auch der Tages-Anzeiger spricht sich in einem Leitartikel für diese Variante aus, weg vom «Fake-Geburtstag» 1. August. Welchen Tag würden Sie lieber feiern?
- Im Bundeshaus wurde die Verfassung würdig gefeiert. Sie wurde für die Festivitäten in den Nationalratssaal transportiert, wo die Parlamentarier:innen sie bestaunen konnten. Anfassen lag aber nicht drin – Bericht von SRFExterner Link.
- Lesen Sie hier im Leitartikel im Tages-AnzeigerExterner Link, warum wir beim Wählen im Oktober an 1848 denken sollen (Paywall).
- Zur Feier des Tages wird heute um 18:48 Uhr am Bundeshaus ein neues Kunstwerk enthüllt. Es heisst Tilo und schmückt das Giebeldreieck an der Frontfassade. Erfahren Sie hier im Artikel von NauExterner Link, wie es aussieht und nach wem es benannt wurde.
- 175 Jahre sind ein stolzes Alter. Ist die Bundesverfassung heute noch zeitgemäss? Lesen Sie dazu unseren Artikel.
- Auch der BlickExterner Link hat über ein mögliches Update der Bundesverfassung berichtet.
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Erschütternde Resultate: Neue Studie über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche veröffentlicht.
Jahrzehntelang wurde geschwiegen, vertuscht, gelogen. Hie und da gelangte ein Fall von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche an die Öffentlichkeit, wenn ein Opfer den Mut fand, darüber zu sprechen.
Heute wurde an der Universität Zürich eine Studie veröffentlicht, die das Grauen der letzten Jahrzehnte beziffert: Über 1000 Fälle sexuellen Missbrauchs seit 1950 wurden aufgedeckt. In Auftrag gegeben wurde die Studie von der katholischen Kirche. Zum ersten Mal hatten Forscher:innen Zugang zum kirchlichen Archiv – und stiessen auch hier auf die Methoden der Kirche, das Geschehene zu verbergen.
Akten seien vernichtet oder Fälle nicht gemeldet oder schriftlich festgehalten worden, hiess es bei der Präsentation der Studie. Die ermittelten Missbrauchsfälle seien nur die Spitze des Eisbergs. Bis jetzt hat die Kirche nur wenig Anstalten gemacht, die Verbrechen anzuprangern. Der Schutz der Kirche, der Täter und der Verantwortungsträger sei wichtiger gewesen.
- Die Studie ist ein Anfang für die Aufarbeitung – Artikel von SRFExterner Link.
- Missbrauch statt Fürsorge: Die Geschichte eines Opfers im Blick.Externer Link
- Bei 20 Minuten können Sie die Pressekonferenz nachlesen, an der die Ergebnisse zum ersten Mal präsentiert wurden.
- Im Gegensatz zum Ausland ist die Schweiz spät dran mit der Aufarbeitung – Übersicht im Blick über sexuelle Missbräuche in der katholischen KircheExterner Link und deren Aufdeckung in der Schweiz.
Fünf Jahre nach Beat Richners Tod: Wie viel Schweiz steckt noch in den Spitälern in Kambodscha?
Er war wohl der berühmteste Schweizer Kinderarzt – oder ist es auch posthum noch: Beat Richner hat in Kambodscha mehrere Kinderspitäler geführt. Daneben war er auch Künstler, trat als Clown auf und gab Cellokonzerte, unter anderem, um für die Spitäler Geld zu sammeln. So war er unter dem Namen Beatocello auch dem Schweizer Publikum bestens bekannt.
Vor fünf Jahren erlag Beat Richner seiner schweren Krankheit. Seine Kinderspitäler in Kambodscha leben weiter. Die Mitarbeitenden sind Einheimische, medizinisches Personal aus der Schweiz reist regelmässig nach Kambodscha, um mit den Ärzt:innen und Pfleger:innen vor Ort zusammenzuarbeiten.
Noch werden die Spitäler zu einem Grossteil mit Geldern aus der Schweiz finanziert, doch seit ein paar Jahren kommt auch Geld aus Kambodscha. Beat Richners Spitäler sind ein sehr wichtiger Teil der Gesundheitssystems vor Ort. Kinder und Jugendliche werden gratis behandelt.
- Lesen Sie hier in unserer Kuration von SRF, wie viel Schweiz noch in den Spitälern von Beat Richner steckt.
- Beat Richner hat sich unermüdlich für die Kinder Kambodschas eingesetzt: Porträt von SWI swissinfo.ch über den Kinderarzt.
- Die finanzielle Unterstützung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) ist noch bis 2027 garantiert – Artikel von Nau.
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Die Schweizer Kaffeemaschine, die alles weiss.
Das Wallis ist bekannt für… Vervollständigen Sie diesen Satz. Was kommt Ihnen in den Sinn? Raclette, das Matterhorn, Schafe mit schwarzer Nase? Woran Sie vermutlich nicht gedacht haben: Kaffeemaschinen. Doch genau solche werden aus dem Wallis bald in die ganze Welt exportiert.
Und zwar ganz Spezielle: Die Geräte von Eversys sind mitdenkendeHightechmaschinen.
Wer eine Maschine von Eversys besitzt, muss nicht vom Sofa aufstehen, um herauszufinden, ob noch genügend Bohnen im Tank sind. Jede Tasse Kaffee wird online abgespeichert und der Bohnenstand vermerkt. Vermutlich weiss sie auch vor Ihnen, wann Sie die nächste Tasse trinken werden.
- Die Kaffeemaschinen messen auch noch weitere Daten und können so selbständig einen Servicemonteur aufbieten, wenn der Kaffee nicht mehr fliesst – Bericht von SRFExterner Link.
- Zum Kaffee ein Stück Schokolade? Vorsicht, diese könnte durch einen zu hohen Kadmiumgehalt giftig sein – Artikel von SWI swissinfo.ch.
- Vielleicht doch lieber keine Schokolade. Denn der hohe Zuckerkonsum der Schweiz ist ein ernsthaftes Problem, wie Sie in unserem Artikel lesen können.
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