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Helvetia-Figur auf dem Bundeshaus

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Nur noch wenige Tage bis zu den Abstimmungen, es bleibt spannend. Werden die Schweizer:innen im Ausland am Schluss zum Zünglein an der Waage?

Herzliche Grüsse aus Bern

drei alte Frauen sind mit dem Rollator unterwegs
Keystone

«Einflussreiche Fünfte Schweiz» – Bürgerliche bangen.

Das Abstimmungswochenende kommt näher, und die NZZ nimmt noch einmal einen Anlauf zum Thema 13. AHV-Rente und Auslandschweizer:innen. «Ist es sinnvoll, dass sie das Stimmrecht behalten, egal wie lange sie fern der Heimat leben?», fragt die Zeitung.

Rechtlich gesehen kann den Schweizer:innen im Ausland niemand das Stimm- und Wahlrecht absprechen, egal wie lange sie schon nicht mehr in der Schweiz leben. So handhaben es die meisten Länder Europas. Doch keines hat so viele Volksabstimmungen wie die Schweiz – wenn überhaupt.

Die Auslandschweizer:innen stimmen oft progressiver ab, als die Stimmberechtigten im Inland. Sie sind ökologischer und linker. «Die Fünfte Schweiz, wie sich die gut organisierten Auslandschweizer gerne nennen, ist einflussreich», heisst es in der NZZ. Was passiert, wenn die Fünfte Schweiz am Sonntag den Ausschlag für die Annahme der 13. Rente geben würde? Müsste Sie dann um ihr Stimm- und Wahlrecht bangen? Ich kann Sie beruhigen, «abgesehen von einigen kritischen Fragen hätten sie kaum etwas zu befürchten», heisst es abschliessend im Artikel.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Balz Rigendinger

Verlieren Auslandschweizer:innen im Inland an Sympathie?

Warum denken Sie, ist die Stimmung gegenüber den Auslandschweizer:innen im Inland zunehmend kritisch?

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Kleine Kinder beim Mittagessen
Keystone

Die Geburtenrate in der Schweiz ist im Sinkflug. Was sind die Gründe?

Eine gute Freundin von mir hat letzte Woche ihr drittes Kind zur Welt gebracht. Das Familienglück ist komplett – und ein mittlerweile seltener Anblick. «In der Schweiz ist es selten geworden, einer Familie mit drei oder vier Kindern zu begegnen», schreibt meine Kollegin Pauline Turuban in ihrem Artikel über die sinkende Geburtenrate in der Schweiz.

Die Geburtenrate in der Schweiz lag im Jahr 2022 bei 1,4. Für eine stabile Bevölkerung wäre eine Rate von 2,1 notwendig. Auch andere Länder spüren diesen Rückgang, besonders krass ist es in Ostasien mit Raten von 0,8 in Südkorea, 1,2 in China und 1,3 in Japan.

Weltweit versuchen Länder nun mit Massnahmen, die Geburtenrate wieder anzukurbeln. Frankreichs Präsident Emanuel Macron verspricht einen neuen Geburtsurlaub, in anderen Ländern gibt es finanzielle Anreize. Ein Blick nach Skandinavien, wo Familien einen hohen Stellenwert haben, zeigt, was Familien brauchen: eine echte Familienpolitik mit grosszügigen Elternurlauben und günstiger, allen zur Verfügung stehender Kinderbetreuung.

Ein Lottostand in Stans
Keystone

Der Jackpot im Schweizer Lotto war noch nie so voll! Das lässt kaum eine:n kalt, auch die Politik nicht: Ein Nationalrat will gegen Lotto-Steuerflüchtlinge vorgehen.

Letzte Woche habe ich im Briefing über den Lottojackpot berichtet. Niemand hat die richtige Zahl erraten, mittlerweile ist der Jackpot auf 61 Millionen Franken angewachsen, die grösste Summe, die es bei Swiss Lotto je zu gewinnen gab.

Auch das Parlament wird sich mit Lotto beschäftigen: Ein Vorstoss von SP-Nationalrat Robert Zanetti will verhindern, dass Lottogewinner:innen mit einem Umzug in einen anderen Kanton Steuern sparen können Es geht um Millionen.

In Zürich hat es für viele Personen Geld geregnet, ohne dass sie Lotto spielen mussten: Die Stadt Zürich hat aus Versehen doppelt Löhne ausgezahlt, 175 Millionen Franken wurden wegen eines Systemfehlers bei der Zürcher Kantonalbank zu viel ausbezahlt. Das Geld muss zurückgegeben werden, die Stadt appellierte an ihre Mitarbeitenden, es nicht auszugeben.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Katy Romy

Sind Sie im Rentenalter ausgewandert, weil Sie in der Schweiz nicht über die Runden kommen?

Jedes Jahr ziehen Schweizer:innen ins Ausland, um finanziellen Schwierigkeiten in der Schweiz zu entgehen. Sind Sie auch in dieser Situation?

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Ein alter Eidgenosse ehrt die Helvetia in der Mitte dieser Lithografie, die anlässlich der Inkraftsetzung der ersten Schweizer Bundesverfassung 1848 erschien. Eine Verfassung, die einige Elemente der US-Verfassung übernommen hat.
Ein alter Eidgenosse ehrt die Helvetia in der Mitte dieser Lithografie, die anlässlich der Inkraftsetzung der ersten Schweizer Bundesverfassung 1848 erschien. Eine Verfassung, die einige Elemente der US-Verfassung übernommen hat. Burgerbibliothek Bern

Die grosse Schwester ennet dem Atlantik: Was die Schweiz und die USA verbindet.

Mit Befremden betrachten wir in der Schweiz die Vorbereitungen für den Wahlkampf um das Präsident:innenamt in den USA. Das war nicht immer so. Einst waren die Schweiz und die USA allgemein gar als Schwesterrepubliken bekannt, wie mein Kollege Benjamin von Wyl in seinem Artikel schreibt.

Beide Republiken haben von der anderen Elemente übernommen. Der Schweizer Nationalrat und Ständerat sind Kopien des amerikanischen Repräsentantenhauses und des Senats. Umgekehrt hat ein Schweizer den «wichtigsten Satz» aus der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung mitgeprägt: «Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich, dass alle Menschen gleich geschaffen sind, dass sie von ihrem Schöpfer mit bestimmten unveräusserlichen Rechten ausgestattet sind, dass dazu Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören.»

Der Genfer Philosoph Jean-Jacques Burlamaqui hat als Erster «das Streben nach Glück» als natürliches Recht beschrieben. Er hat dies auch mit dem Recht zur Selbstverteidigung verbunden, welches in Amerika im Recht auf Waffenbesitzt gemündet ist.

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