Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Erinnern Sie sich an einen gewissen Radiomoderator namens Patrick Hässig? Letzten Herbst ist der ehemalige "Mr. Hitparade" im harten Alltag der Schweizer Politik angekommen. Der Zürcher sitzt jetzt für die Grünliberalen im nationalen Parlament.
Herzliche Grüsse aus Bern
Ein Radiomann wechselt in die Pflege – und wird dort politisiert.
Der erste Tag als Nationalrat letzten Dezember habe ihm «den Teppich unter den Füssen weggezogen». Das sagte Patrick Hässig, vor ein paar Jahren bekanntgeworden als Moderator der Schweizer Radio-Hitparade, meiner Kollegin Claire Micallef.
Mit 38 Jahren sattelte der Zürcher um und wurde Pflegefachmann. Die Arbeitsbedingungen im Spital gaben ihm den Ausschlag, sich in der Politik zu engagieren. Vor zwei Jahren erst wurde er für die Grünliberale Partei (GLP) ins Zürcher Stadtparlament gewählt, im Jahr danach ins Kantonsparlament.
Nun ist er letzten Herbst bereits im Parlament unter der Bundeshauskuppel in Bern angekommen, wo er sich in der Gesundheitspolitik engagieren will. Er sei ein «Schnurri», eher geübter Redner als Politiker. «Ein Mensch, der gut reden kann. Man spürt seine Begabung als Radiomoderator heraus», schätzt ein Kollege aus dem Zürcher Stadtparlament. Das sei nicht negativ gemeint, schiebt er nach.
- Lesen Sie hier das Porträt von Patrick Hässig.
- Alle weiteren Porträts aus unserer Serie «Neu im Bundeshaus» finden Sie hier.
- Das waren die wichtigsten politischen Verschiebungen bei den Wahlen im Oktober 2023.
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Eine Person von ausserhalb soll die Nationalbank leiten, fordern Fachleute.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) braucht eine neue Führungskraft. Es müsse «unbedingt jemand sein, der nicht aus der SNB kommt». Das fordern die drei namhaften Ökonomen des SNB-unabhängigen «SNB-Observatory».
Jemand mit einem anderen Erfahrungshintergrund könne auch neue Ideen einbringen. Zudem sollten bei wichtigen Entscheiden mehr Personen mitreden, so die Fachleute des SNB-Observatory. Das würde bedeuten, dass das Direktorium der Nationalbank, derzeit bestehend aus drei Personen, vergrössert werden müsste.
Schliesslich fordern die Ökonomen, dass die SNB trotz der Verluste in den letzten beiden Jahren Gewinne aus der Zeit davor an die Kantone und den Bund abliefern solle. «Es ist durchaus Kapital da, das sie ausschütten könnte. Sie will es einfach nicht ausschütten», sagt einer der drei.
- Lesen Sie im Artikel von SRF News mehr dazu.
- Der bisherige Direktor der Nationalbank, Thomas Jordan, hat am 1. März seinen Rücktritt per Ende September angekündigt.
- Über mögliche Reformen in der Schweizerischen Nationalbank sprach unser Geldmarkt-Spezialist Fabio Canetg vor zwei Jahren.
Weniger Schweizer Kriegsmaterial-Exporte.
Von einem «Einbruch» reden heute die Medien. 27% weniger Kriegsmaterial aus der Schweiz wurde im letzten Jahr ins Ausland exportiert. Allerdings: Im langfristigen Trend liegt 2023 damit etwa gleichauf mit 2008, als die Exporte erstmals stark zugenommen hatten.
Die grössten Abnehmerländer sind Deutschland, Dänemark, die USA, Saudi-Arabien und Rumänien. Aber auch ausserhalb Europas finden Kriegsgüter aus der Schweiz Kundschaft. Am wenigsten davon gelangt in afrikanische Länder.
Ein Problem sind so genannte Dual-Use-Güter, also Bauteile, die sowohl in zivile wie auch militärische Geräte eingebaut werden können. Solche befinden sich etwa in Spielzeug oder Baumaschinen, wie SRF News berichtet. Über Drittländer können diese auch in kriegsführende Länder wie etwa Russland gelangen.
- Bericht von SRF NewsExterner Link.
- Bericht von Watson.chExterner Link mit Grafiken.
- Bericht von 20 MinutenExterner Link mit Reaktion der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA).
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Ohne diese Schweizer Erfindung wäre die Rockmusik undenkbar: Die elektrische Gitarre.
Er gilt als «Vater der E-Gitarre» – Adolph Rickenbacker, geboren in Basel als Adolf Adam Riggenbacher. Seine Eltern waren mit ihren drei Kindern nach Kalifornien ausgewandert, wo der junge Musikbegeisterte 1931 seine erste E-Gitarre auf den Markt brachte.
Man nannte sie ihrer Form wegen «Bratpfanne». Die Firma war noch vor den grossen Namen im Geschäft und existiert auch heute noch, wie im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums zu lesen ist.
In die Schweiz und nach Europa eingeführt hat die E-Gitarre aber ein anderer: Karl Schneider, ein junger Geigenbauer, der unweit von Riggenbachers Geburtsort angestellt war. Ab Mitte der 1930er-Jahre verkaufte er über seinen Arbeitgeber und später seine eigene Firma elektrische Gitarren.
- Lesen Sie hier die ganze Geschichte der Herren Rickenbacker und Schneider.
- Weitere interessante (nicht immer bierernste) Artikel aus der Geschichte der SchweizExterner Link finden Sie im Blog des Schweizerischen Nationalmuseums.
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