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Ein Vater fuettert an seinem freien Tag zu Hause seine sechs Monate alte Tochter mit Brei, fotografiert am 19. Mai 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizer:innen im Ausland

Viele verschiedene Faktoren beeinflussen die Entscheidung, ob man Nachwuchs in die Welt setzen will. Wie eine Umfrage zeigt, geht es bei knapp der Hälfte der Familien auch um die finanzielle Situation.

Liebe Grüsse aus Bern

Ferienkinder spielen im Kinderhort des Reka-Feriendorfes Lugano-Albonago, fotografiert am Dienstag, 20. Juni 2023, in Lugano. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
KEYSTONE/GAETAN BALLY

Der finanzielle Druck auf Familien in der Schweiz steigt.

Kinder zu haben, ist eine teure Angelegenheit: Der Nachwuchs wächst schnell (aus den Kleidern), bringt zusätzliche Gesundheitskosten und die Kinderbetreuung frisst einen beträchtlichen Teil des Einkommens weg. Nun zeigt das heute veröffentlichte Familienbarometer von Pro Familia, dem Schweizer Dachverband der Familienorganisationen, dass vier von zehn Familien in der Schweiz aufgrund der hohen Kosten auf weitere Kinder verzichten. Je tiefer das Einkommen, desto grösser die Rolle des Gelds bei der Familienplanung.

Die Umfrage zeigt weiter, dass fast die Hälfte der befragten Familien mit dem Gedanken spielt, das Arbeitspensum zu erhöhen. Das Problem: Wer Kinder und wenig Geld hat, kann das Pensum nur dann erhöhen, wenn es finanziell mit der externen Kinderbetreuung aufgeht.

Bei der familienergänzenden Kinderbetreuung und bei den Krankenkassenprämien sieht Philippe Gnaegi, Direktor von Pro Familia, den grössten Handlungsbedarf, wie er im Interview mit meinem Kollegen Samuel Jaberg sagt. Er erwarte von Politiker:innen, dass sie sich «der Schwierigkeiten bewusst werden, mit denen Familien im Alltag konfrontiert sind».

Drei Rolex-Uhren
KEYSTONE

Schweizer Luxusuhren in Japan werden vermisst.

Wagen wir ein Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, Sie kaufen eine Luxusuhr. Und auch wenn dieser Gedanke Ihnen so fern ist wie mir, lesen Sie noch etwas weiter: Diese Luxusuhr brauchen Sie nicht jeden Tag, weswegen Sie sie bei einem Luxusuhren-Sharing-Service hinterlegen. Interessierte Personen können nun Ihre Uhr mieten – und Sie erhalten dafür monatlich Geld. Klingt verlockend.

Was aber, wenn das Unternehmen, das Ihre Uhr verwaltet, sich auflöst – und Ihr Wertgegenstand verschwindet? So geschehen in Japan. Seit 2021 konnten Uhren beim Sharing-Service «Toke Match» gemietet werden. Nach einem rasanten Wachstum verkündete das Unternehmen Reo Reverse, das hinter «Toke Match» steht, seine Auflösung und das Ende des Services.

Laut einer von 190 Opfern gegründeten Gruppe sind über 860 Uhren verschwunden, darunter 620 der Marke Rolex. Der Gesamtwert der verschwundenen Uhren: 11 Millionen Franken. Gegen den ehemaligen Geschäftsführer von Neo Reverse, der sich nach Auflösung des Unternehmens nach Dubai abgesetzt hatte, wurde ein Haftbefehl ausgestellt. Die Uhren wurden wahrscheinlich bereits weiterverkauft, so tauchte der eine oder andere Luxusartikel bereits auf Chrono24 auf, der weltweit grössten Plattform für den Handel mit Luxusuhren.

Ein Fingerabdruck auf dem Bildschirm eines Tablet Computers, fotografiert am 22. Januar 2021. (KEYSTONE/Christian Beutler)
KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER

Nationalrat tritt auf neue Vorlage zur E-ID ein.

Eine elektronische Identitätskarte, mit der man sich bei der Verwaltung oder einer Bank online ausweisen kann: 2026 soll die E-ID nun da sein. Dies zumindest ist das Ziel von Justizminister Beat Jans. Heute hat der Nationalrat der neuen Vorlage des Bundesrats zur Einführung eines elektronischen Identitätsnachweises in der Schweiz sehr deutlich zugestimmt.

Wir erinnern uns, vor drei Jahren wurde das Gesetz zur elektronischen Identität noch klar abgelehnt. Kritisiert wurde damals vor allem, dass kommerzielle Unternehmen die E-ID herausgeben sollen. Mit der neuen Vorlage wurde auf diese Kritik eingegangen: Die E-ID soll vom Fedpol, dem Bundesamt für Polizei, herausgegeben werden, das Bundesamt für Justiz und das Bundesamt für Informatik sind für den Betrieb zuständig.

Laut Bundesrat Beat Jans werde die E-ID freiwillig und kostenlos sein, Identitätskarten oder Pässe werden dadurch nicht ersetzt. Nach dem heutigen Ja im Nationalrat geht die Vorlage nun an den Ständerat.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Benjamin von Wyl

Woher schöpfen Sie Optimismus für die Demokratie?

2024 sind so viele Menschen zur Wahl aufgerufen, wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. In dieser Situation fragen wir, aus welchen Gründen Sie doch noch Hoffnung schöpfen für die Demokratie in Ihrem Wohnland und in der Welt?

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People walk past a billboard with an image of Russian President Vladimir Putin and words reading "The West doesn't need Russia, we need Russia!" in a street in Sevastopol, Crimea, Wednesday, March 6, 2024. The economy's resilience in the face of bruising Western sanctions is a major factor behind President Vladimir Putin's grip on power in Russia. (AP Photo)
KEYSTONE/AP

«dialog»: Was begünstigt das System Putin in Russland?

Es ist eine Wahl ohne Auswahl. Bereits im vornherein ist klar, dass Wladimir Putin die 8. Präsidentschaftswahlen Russlands gewinnen wird. Welche Faktoren begünstigen das System Putin und seinen Machterhalt? Das Redaktionsteam des SRG-Projekts «dialog» hat dazu eine kleine Auswahl an Beiträgen, Interviews und Reportagen aus den fünf SRG-Unternehmenseinheiten zusammengetragen und in die vier Landessprachen plus Englisch übersetzt.

Ein Beitrag von RTS zeigt, dass die neusten Geschichtsbücher an russischen Schulen Putins Erzählung vom drohenden Völkermord im Donbass – womit er seinen Einmarsch in die Ukraine unter anderem rechtfertigte – aufgenommen haben. Ein weiterer Beitrag geht auf Russlands Besinnung auf «traditionelles Gedankengut» ein: Laut der promovierten Biologin Maria Vedunova habe man einen «grossen Fehler» gemacht, den Frauen die Möglichkeit zur Bildung zu geben. Der Kreml nimmt dieses Narrativ dankend auf.

Hinter Putin stehen vor allem zwei Bevölkerungsgruppen, sagt der Regimekritiker und Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratov im Interview mit RTS. Zum einen seien das die über 65-Jährigen und zum anderen eine neue Mittelschicht von Menschen, die im Sicherheitsapparat tätig sind.

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