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Medikamentenspender mit Medikamenten drin.

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizer:innen

Der mediale Fokus lag heute zwar auf den USA und der ersten Debatte der beiden amerikanischen Präsidentschaftskandidaten. Aber auch hierzulande wird diskutiert – zum Beispiel über Medikamentenpreise.

Beste Grüsse aus Bern

Medikamente und eine Schweizer 200 Franken Banknote fotografiert am Donnerstag, 25. September 2014, in Zuerich.
Keystone / Gaetan Bally

Wird die Schweiz bald weniger transparent, wenn es um die Preisgestaltung von Medikamenten geht?

Die Schweiz hat bei dem Medikamentenpreisen eines der transparentesten Preissysteme der Welt. In der Sommersession hat der Ständerat nun ein Massnahmenpaket zur Senkung der Kosten im Gesundheitswesen verabschiedet. Darunter befinden sich eine Reihe von Vorschlägen, um die Medikamentenpreise zu senken.

Die im Parlament diskutierten Massnahmen würden Preismodelle wie zum Beispiel ein Mengenrabattmodell gesetzlich verankern und eine Geheimhaltung der Preise ermöglichen. Was bedeutet: Die Öffentlichkeit erfährt weder den Endpreis des Medikaments noch die vereinbarten Konditionen.

Die Schweiz steht damit keineswegs allein da. Viele Länder, besonders in Europa, kennen Preismodelle, um zum Beispiel neue Therapien verfügbar zu machen und gleichzeitig ihre eigenen finanziellen Risiken zu kontrollieren. Auch hierzulande gibt es in Einzelfällen bereits solche Preismodelle. Für eine regelmässige Anwendung braucht es allerdings eine gesetzliche Grundlage.

Warum aber diese Geheimhaltung der Preisgestaltung? Pharmaunternehmen sind zunehmend bereit, Rabatte und andere Preismodelle unter der Bedingung zu akzeptieren, dass diese vertraulich bleiben. So sei die Vertraulichkeit von Preismodellen «unerlässlich, wenn wir weiterhin innovative Medikamente anbieten wollen», sagte Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider im Parlament.

Der Vorschlag ist jedoch kontrovers. So schreibt Patrick Durisch, Leiter Gesundheitspolitik der NGO Public Eye, es brauche mehr Transparenz, nicht weniger. «Die Pharmaindustrie gewinnt mit geheimen Rabatten, indem sie die Listenpreise für neue patentierte Medikamente überall hochhält.»

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Domhnall O’Sullivan

Was denken Sie, wird der Schweizer Alain Berset dem Europarat bringen?

Am 18. September wird der ehemalige Innenminister der Schweiz, Alain Berset, der neue Generalsekretär des Europarats. Es gibt viel zu tun.

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Eine Frau stellt am Freitag, den 25. November 2016, auf der Place Palud in Lausanne eine Kerze auf einen roten Schuh und ein Schild, das Gewalt gegen Frauen anprangert. Bei einer Kundgebung zum Gedenken an die Opfer von Frauenmorden in der Schweiz und an alle Frauen, die Opfer und Überlebende männlicher Gewalt sind, die von Feminista im Rahmen des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen organisiert wurde
Keystone / Leo Duperrex

Frauenhäuser schlagen Alarm.

Alle zwei Wochen wird in der Schweiz eine Frau von ihrem Ehemann, Lebensgefährten, Ex-Partner, Bruder oder Sohn getötet. Jede Woche überlebt eine Frau einen versuchten Femizid. Schutz können Überlebende in Frauenhäusern finden. Doch in der Schweiz fehlt es an genügend Schutzplätzen, wie die Dachorganisation Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein (DAO) schreibt.

Blertë Berisha, Co-Geschäftsleiterin der Dachorganisation, sagt gegenüber Watson, Frauenhäuser seien permanent überbelegt. Kurzfristige Lösungen, wie beispielsweise die Unterbringung in einem Hotel, bieten «nicht die gleichen Sicherheitsstandards wie Frauenhäuser», so Berisha.

Die DAO fordert die Behörden zum Handeln auf. Denn die Schweiz unterschreitet mit 0,23 Familienzimmer pro 10’000 Einwohner:innen deutlich die Empfehlung des Europarats, welche ein Familienzimmer pro 10’00 Einwohner:innen vorsieht.

  • WatsonExterner Link hat dazu mit der SP-Nationalrätin Tamara Funiciello und der SVP-Nationalrätin und Vizepräsidentin Céline Amaudruz gesprochen.
  • Häusliche Gewalt in der Schweiz: Lesen Sie dazu den Artikel meiner Kollegin Sara Pasino.
  • Die Ausstellung «Stärker als Gewalt» informiert Jugendliche über häusliche Gewalt. SRFExterner Link war vor Ort.
Schulkiner im Klassenzimmer von hinten aufgenommen.
Inklusive Schule: Funktioniert eine Schule für alle? Keystone/Christian Beutler

Seit Jahren wird in der Schweiz über die inklusive Schule diskutiert.

Kurz vor den Sommerferien hat die FDP den Politiker:innen Hausaufgaben aufgegeben. In einem neuen Positionspapier schreibt die Partei, dass sich die Schule auf ihre Kernaufgaben – Lesen, Schreiben und Rechnen – konzentrieren solle. Die inklusive Schule erreiche diese Ziele nicht.

Die inklusive Schule ist in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zuge der Bemühungen der UNO für eine bessere Inklusion von Menschen mit Behinderungen entstanden. Ziel ist, einen grossen Teil der Schüler:innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Regelklassen aufzunehmen. Unterstützt werden sie dort von Sonderpädagog:innen.

Die Redaktion des SRG-Projekts «dialog» hat diese Woche eine Auswahl an Beiträgen aus der ganzen Schweiz zum Thema zusammengetragen. Darunter ist eine Reportage von SRF aus dem Kanton Luzern, der mit dem Beginn des letzten Schuljahres vier Sonderklassen eingeführt hat, oder ein Beitrag von französischsprachigen Schweizer Fernsehens RTS, das vergangenen Sommer den Schulbeginn der 11-jährigen Audrey begleitet hat. Audrey besucht im Kanton Wallis den Regelunterricht mit der Unterstützung einer Sonderschullehrerin.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Simon Bradley

Vermeiden Sie Nachrichtenkonsum? Warum?

Sind Sie an News interessiert – oder News-depriviert? Warum glauben Sie, geht das Interesse an Nachrichten zurück? Ihre Meinung interessiert uns!

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Ein Flugzeug der Swiss fliegt über den klaren Himmel.
Keystone / Gaetan Bally

Swiss ernennt Jens Fehlinger zum neuen CEO.

Dies verkündete die Fluggesellschaft heute Vormittag. Fehlinger tritt die Nachfolge für den am 1. Juli abtretenden Firmenchef Dieter Vranckx an, der in die Konzernzentrale der Lufthansa nach Frankfurt wechselt.

Seine Arbeit als Swiss-Chef beginnt Jens Fehlinger am 1. Oktober. Bis dahin führt die Verwaltungsrätin Heike Birlenbach die Swiss ad interim und ist somit die erste Frau an der Spitze der Schweizer Fluggesellschaft – wenn auch nur temporär.

Der 43-jährige Jens Fehlinger hat seine berufliche Karriere als Pilot begonnen und belegte bei der Lufthansa Gruppe verschiedene Führungspositionen. Aktuell ist er Geschäftsführer der Lufthansa City Airlines, der jüngsten Fluggesellschaft der Lufthansa Gruppe. Diese steht derzeit allerdings in der Kritik der Gewerkschaften der Flight Attendants und Pilot:innen, wie die CH Media schreiben. So zahle «City Airlines» weniger als die Mutter-Gesellschaft und es gebe zum Beispiel keinen 13. Monatslohn.

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