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Waschbär

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Welche wilden Tiere machen Ihnen im und ums Haus zu schaffen? In der Schweiz breitet sich der Waschbär aus – ein Allesfresser ohne natürliche Feinde.

Herzliche Grüsse aus Bern

waschbär auf dach
Keystone

Er räumt Mülltonnen aus und nistet sich im Dachboden ein: Der Waschbär ist in der Schweiz auf dem Vormarsch.

Letzte Woche haben wir Ihnen auf unserer SWIplus-App vom Götterbaum berichtet, der als Neophyt gilt und ausgerottet werden soll. Heute geht es vielleicht einem sogenannten Neozoen an den Kragen. Ein Tier ziert die Titelseite der Gratiszeitung 20 Minuten: «Abschiessen oder leben lassen?» steht unter dem Bild eines Waschbären.

Die pelzigen Tiere sind in der Schweiz eigentlich nicht heimisch – und leben doch seit Jahrzehnten hier. In den 1970er-Jahren aus Deutschland eingewandert, breitet sich der Waschbär südwärts aus und wurde mittlerweile bereits im Wallis gesichtet.

Auf den Sozialen Medien sind Waschbären beliebt, mit ihren spitzen Nasen menschenähnlichen Fingern sehen sie herzig aus. Sie sind jedoch auch schlau und anpassungsfähig, die Allesfresser breiten sich schnell aus und nehmen heimischen Tieren Platz und Nahrung weg. Sie nisten sich gern in Dachböden ein und richten dort stinkende Waschbärenklos ein. Gemäss Jagdgesetz dürfen die Tiere bei der Sichtung geschossen werden.

  • In Deutschland sorgen grosse Waschbärenpopulationen seit Jahren für grosse Probleme. Wie soll die Schweiz mit den Tieren umgehen? Artikel von 20 Minuten.Externer Link
  • Der Waschbär ist nicht der einzige Einwanderer, auch der Japankäfer, die Tigermücke und die Asiatische Hornisse sind in der Schweiz auf dem Vormarsch – Bericht von SRFExterner Link.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Simon Bradley

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tourist:innen in Luzern
Keystone / Alexandra Wey

Vorschläge gegen Massentourismus – Luzerner SP-Nationalrat will Rollkoffer auf Pflastersteinen verbieten.

Vor einem Jahr macht eine Nachricht aus Dubrovnik die Runde. Die kroatische Stadt drohte damit, in der Altstadt Rollkoffer zu verbieten, weil sie zu viel Lärm machen. Nun tönt es ähnlich aus der Mitte der Schweiz: In einer Kolumne mit Vorschlägen gegen Overtourism, also gegen Ausmass von Tourismus, das schädlich ist, fordert der Luzerner SP-Nationalrat David Roth ein Verbot von Rollkoffern auf Pflastersteinen in der Luzerner Altstadt.

Der Tages-Anzeiger hat Roths Vorschläge mit den Massnahmen anderer Städte verglichen. In Luzern sollen keine Hotels mehr gebaut werden dürfen, so eine Forderung des SP-Nationalrats. Das ist heute schon in Amsterdam so, nur wenn ein Hotel schliesst, darf ein neues eröffnen, die Anzahl Schlafplätze darf nicht steigen. In Luzern wurde allerdings 2006 zuletzt ein Hotel gebaut.

Roth fordert in seiner Kolumne strengere Regeln für Airbnb-Vermietungen. Nur Zimmer in Liegenschaften, die die Besitzer:innen sonst privat nutzen , sollen vermietet werden dürfen. Zudem will er den Zugang von Reisecars in Luzern beschränken, um den Tagestourismus zu begrenzen.

Derweil setzt Schweiz Tourismus auf lokale Influencer:innen, welche die Touristenströme von den oft besuchten Hotspots weglenken. Zum Beispiel soll der Goalie der Fussball-Nationalmannschaft, Yann Sommer, die Tourist:innen ermuntern, im Herbst ins Engadin zu reisen.

nägel im nagelstudio
Keystone/Alexandra Wey

Im Sexgewerbe, im Nagelstudio, auf dem Bau: Fast 200 Fälle von Menschenhandel in der Schweiz im letzten Jahr.

Die Pediküre ist günstig und stets steht eine ganze Reihe von Mitarbeitenden zur Verfügung: In der Schweiz haben in den letzten Jahren viele neue Nagelstudios eröffnet. Doch geht dort alles mit rechten Dingen zu und her? Menschenhandel ist auch in der Schweiz eine Realität.

Wie die Aargauer Zeitung berichtet, sind in der Schweiz im letzten Jahr 200 Opfer von Menschenhandel gezählt worden. Die meisten von ihnen stammen aus dem Sexgewerbe, doch die Schweizer Plattform gegen Menschenhandel stellt fest, dass auch immer mehr Männer ausgenutzt werden und Branchen wie Pflege, Gastronomie, Kosmetik- und Nagelstudios sowie das Baugewerbe von Menschenhandel betroffen sind.

«Plateforme Traite» bekämpft Menschenhandel in der ganzen Schweiz. Wenige Opfer melden sich direkt bei einer Fachstelle. Oft werden Fälle mithilfe der Polizei, Spitälern, Frauenhäusern oder bei Arbeitskontrollen aufgedeckt. Die Fachstellen gehen davon aus, dass in der Schweiz Menschenhandel verbreiteter ist als bekannt.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Elena Servettaz

Sollte die Politik aus Sport- und Kulturevents herausgehalten werden?

Kultur und Sport werden vermehrt zur Bühne für politische Einflussnahme. Zurecht – oder stören Sie sich daran?

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Wahlplakat für Maduro
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Undemokratische Wahlen in Venezuela: Warum hat Nicolás Maduro nicht einen Wahlsieg von 90% verkündet?

Gibt es im Land, in dem Sie leben, demokratische Wahlen? In Venezuela ist dies nicht der Fall. Gewählt wurde trotzdem. Nicolás Maduro ist zum Wahlsieger erklärt worden, das Ergebnis wird international angezweifelt.

Edmundo González ist als Oppositionskandidat gegen Maduro angetreten. In den letzten Monaten lag er bei Umfragen stets weit vorne. Mein Kollege Benjamin von Wyl hat mit Erika Montañez gesprochen. Sie ist die Koordinatorin von Venezuelas Opposition in der Schweiz.

Acht Millionen Venezolaner:innen, ein Drittel der venezolanischen Bevölkerung, lebt im Ausland. 1500 davon in der Schweiz. Einige davon sind am Wochenende nach Bern gereist, um ihre Stimme abzugeben. Das Ergebnis war deutlich: 85% haben für González gestimmt, Maduro erhielt 11% der Stimmen. In Venezuela gaben die Behörden Maduros Sieg mit 51% an. «Das Maduro-Regime muss ein Resultat zeigen, das aus seiner Perspektive ‚glaubwürdig‘ wirkt», sagt Montañez. Denn es wisse genau, dass es nicht die Mehrheit hinter sich habe.

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