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Das Schiff SOS Humanity 1

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Heute stelle ich Ihnen eine Auslandschweizerin vor, die einen Job hat, bei dem es manchmal um Leben und Tod geht.

Herzliche Grüsse aus Bern

Eine Frau auf einem Schiff
zVg

Die Auslandschweizerin Laura Crameri arbeitet im Sommer auf einem Rettungsschiff.

Ihre Berufsbezeichnung ist «Care Managerin». Aber im Alltag hat sie es zum Teil auch mit toten Menschen zu tun – mit Ertrunkenen. Laura Crameri hat kürzlich einen fünfwöchigen Einsatz im Mittelmeer beendet, auf dem Mutterschiff der deutschen NGO SOS Humanity.

Mit den wenigen Mitteln, die sie zur Verfügung haben, versuchen Freiwillige, Migrantinnen und Migranten in Seenot aufzuspüren. Bei der letzten Aktion retteten sie fast 200 Menschen, meist Minderjährige. Für einen Säugling konnten die Helferinnen und Helfer leider nichts mehr tun.

Menschliche Tragödien würden zu diesem Beruf gehören, der “über Leben und Tod” entscheidet, sagt sie. Crameri, die aus dem Puschlav stammt und in London lebt, sagt, die Seerettung sollte «ein solidarisches und koordiniertes Projekt der europäischen Länder sein», dann wären Schiffe wie SOS Humanity nicht mehr nötig.

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Tamedia-Druckzentrum in Zürich
Keystone / Christian Beutler

Grosser Stellenabbau bei Tamedia, dem Mutterhaus des Tages-Anzeigers.

290 Vollzeitstellen baut die TX Group in ihrer Tochtergesellschaft Tamedia ab. 200 in ihren Druckereien, 90 in den Redaktionen. Das teilte der Konzern heute mit. Es würden Sozialpläne angewendet, heisst es.

Der Abbau bei den Druckereien geht einher mit der Konzentration von drei auf eine Druckerei. Jene in der Ost- und in der Westschweiz sollen stillgelegt werden, zu Gunsten einer Druckerei in Bern. Der digitale Auftritt einiger lokaler Titel soll in die vier grossen Plattformen «Tages-Anzeiger», «BZ Berner Zeitung», «Basler Zeitung» und «24 Heures» integriert werden.

Kritik am Personalabbau kommt von Seiten der Gewerkschaften. Es sei nicht kommuniziert worden, wie die abgespeckten Redaktionen in der Praxis überhaupt noch funktionieren sollten. Der TX Group gehe es nur noch darum, das Aktionariat zufriedenzustellen. Die «Abbaupolitik ohne Rücksicht auf Mitarbeitende» müsse ein Ende haben.

Rauchsäulen von Kaminen im morgendlichen Gegenlicht
Keystone / Christian Beutler

Kein einziger Kanton der Schweiz ist bei den Klimazielen auf Kurs.

Einige bemühen sich etwas mehr, andere eher weniger. In einem Rating des Umweltverbands WWF kommt kein einziger Schweizer Kanton gut weg. Zwar seien einige Massnahmen zum Klimaschutz vermehrt umgesetzt worden, etwa der Austausch von alten Heizungen. Das Problem sei aber, «dass diese Massnahmen nicht so schnell und so ambitioniert umgesetzt werden, wie das nötig wäre», kritisiert der WWF.

Die Kantone hätten seit der letzten Erhebung zwar einige Fortschritte gemacht, aber noch immer sei kein Kanton auf dem Weg zum Ziel von einer Erwärmung um maximal 1,5 Grad.

Mit Abstand am besten schneidet der Kanton Basel-Stadt ab, gefolgt von Neuenburg und Uri. Die Schlusslichter sind die Kantone Aargau, Nidwalden und Appenzell Innerrhoden. Letzterer habe praktisch keine Ziele formuliert, die mit den Pariser Klimazielen im Einklang stehen, so der WWF.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Simon Bradley

Vermeiden Sie Nachrichtenkonsum? Warum?

Sind Sie an News interessiert – oder News-depriviert? Warum glauben Sie, geht das Interesse an Nachrichten zurück? Ihre Meinung interessiert uns!

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Das Triemli Hochhaus in Zürich
Keystone / Gaetan Bally

Die Schweiz auf der Suche nach dem Gleichgewicht zwischen Verdichtung und Kulturerbe.

In ganz Europa wird über hässliche Architektur gejammert. Die Schweiz bleibt da nicht aussen vor. Zwar gibt es keine grossen Anti-Hässlichkeits-Kampagnen wie in Frankreich oder Belgien. Doch auch in der Schweiz werden gelegentlich Bauwerke taxiert. So etwa das Triemli-Hochhaus in Zürich, das von der Leserschaft von 20 Minuten 2018 zum hässlichsten Haus des Landes erkoren wurde.

Ironischerweise waren diese Bauten einst gefeierte Architektur-Meilensteine. Aber Schönheit ist bekanntlich subjektiv – was einst als hässlich galt, wird heute oft als Kulturerbe geschützt. Das verdichtete Bauen stellt Städteplanende vor neue Herausforderungen: Wie kann auf engem Raum ästhetisch gebaut werden? Die Antwort darauf bleibt oft schwammig.

Schliesslich bleibt die Frage, ob man sich überhaupt auf Schönheitsstandards einigen kann. Wahrscheinlich nicht, aber solange sich alle über die Schönheit der Schweizer Natur einig sind, ist das vielleicht schon die halbe Miete.

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