Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Um Zölle von 31% zu vermeiden, setzt der Bund auf einen Deal, wie ihn Donald Trump schätzt, und verspricht Investitionen von über 100 Milliarden Franken in den USA.
Es wurde auch bekannt, dass eine Schweizerin in Niger entführt wurde. Und das Organisationskomitee des Eurovision Song Contests enthüllt einige Überraschungen.
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Nachdem Donald Trump angekündigt hat, die verhängten Zölle gegen die Schweiz in der Höhe von 31% um drei Monate aufzuschieben, will Bern den Aufschub nutzen, um eine wirtschaftliche Gegenoffensive mit Milliardeninvestitionen vorzubereiten.
Laut der NZZ am Sonntag ist die Staatssekretärin für Wirtschaft, Helene Budliger Artieda, damit beauftragt, der US-Regierung einen mehrjährigen Plan für massive Investitionen von Schweizer Unternehmen in den USA schmackhaft zu machen. Die Zeitung spricht von rund 150 Milliarden Franken.
Novartis hat Investitionen in Höhe von 23 Milliarden US-Dollar in den USA angekündigt, während Roche Investitionen in Höhe von über 10 Milliarden US-Dollar plant.
Die europäischen Aktienmärkte, darunter auch die Schweizer Börse, eröffneten am Montag mit einem deutlichen Plus, nachdem die US-Behörden angekündigt hatten, Hightech-Produkte von den Strafzöllen auszunehmen. In der Zwischenzeit hat der Handelskrieg der USA die Schweizerische Nationalbank bereits rund 25 Milliarden Franken gekostet, was vor allem auf den Fall des US-Dollars zurückzuführen ist.
Eine Schweizer Staatsbürgerin aus La Chaux-de-Fonds (Kanton Neuenburg) wurde in Niger entführt. Das Eidgenössische Aussendepartement (EDA) bestätigt die Information.
Am Sonntagabend soll eine in Niger niedergelassene Schweizerin aus ihrem Haus in Agadez, der wichtigsten Stadt im Norden des Landes, entführt worden sein.
Lokalen Medienberichten zufolge war die Schweizerin vor rund 30 Jahren in die Zentralsahara ausgewandert. Sie ist Linguistin, Ethnologin und ausgebildete Personalmanagerin und mit einem Nigerer verheiratet. Ihre Entführung erfolgte drei Monate nach der Entführung einer Österreicherin in der gleichen Region.
Die Schweizer Vertretung in Niamey steht in Kontakt mit den lokalen Behörden. Derzeit werden Abklärungen getroffen. In der Zwischenzeit gibt das EDA «aus Gründen des Daten- und Persönlichkeitsschutzes» keinen Kommentar.
An Bord eines Schiffs präsentierte die SRG am Montag das Programm der Eröffnungsfeier des Eurovision Song Contests sowie das Show- und Transportkonzept.
Am 11. Mai wird in Basel die grosse Eröffnungszeremonie des Eurovision Song Contests stattfinden, die von Partys und Musik von Techno bis Blasmusik begleitet wird. Der traditionelle türkisfarbene Teppich – der bislang längste in der Geschichte des ESC – wird ausgerollt.
Um dem Publikum einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen, werden die SBB und der Basler Verkehrsverbund die Betriebszeiten verlängern und Sonderzüge und -trams bereitstellen.
Die SRG, die das Ereignis organisiert, legt grossen Wert darauf, so viele Menschen wie möglich einzubeziehen. So werden die Aufführungen unter anderem in allen Landessprachen untertitelt und auch in Gebärdensprache übersetzt.
Am Sonntag behielt die Linke in Genf im zweiten Wahlgang der Wahl des Verwaltungsrats der Stadt ihre vier Sitze. In Solothurn zieht die SVP zum ersten Mal in die Kantonsregierung ein.
Nach den Wahlen vom Sonntag bleibt die Verteilung des Stadtrats von Genf unverändert. Die bisherige SP-Stadträtin Christina Kitsos lag mit Abstand an der Spitze.
Die bisherigen Amtsinhaber:innen Christina Kitsos (SP), Alfonso Gomez (Grüne) und Marie Barbey-Chappuis (Mitte) belegten die ersten drei Plätze. Die Kandidierenden der SVP und des Mouvement citoyens genevois fielen weit zurück. Auf der rechten Seite war kein Bündnis gegen das rot-grüne Lager zustande gekommen.
Ganz anders sah es im Kanton Solothurn aus, wo die SVP-Kandidatin Sibylle Jeker in die Regierung gewählt wurde. Sie kam auf den dritten Platz. Damit gewann die SVP nach acht Versuchen erstmals einen Sitz in der Regierung. Die Grünen verloren ihren einzigen Sitz.
Am Sonntag öffnete die Weltausstellung 2025 in Osaka, Japan, ihre Pforten. Sie steht im Zeichen von Zukunftstechnologien und Eintracht – Themen, die der Schweiz am Herzen liegen, die dort mit einem futuristischen Pavillon vertreten ist.
160 Länder und Regionen, darunter auch die Schweiz, sind auf der Expo 2025 vertreten, die noch bis zum 13. Oktober läuft. Unter dem Motto «Die Gesellschaft von morgen» liegt der Schwerpunkt auf künstlicher Intelligenz und der Raumfahrt.
Die Schweiz präsentiert sich in Osaka als innovatives und nachhaltiges Land mit einem Programm, das die Entwicklung «von ihrem symbolträchtigen alpinen Erbe zu einem weltweit anerkannten Zentrum für Spitzentechnologie und Innovation» widerspiegelt, so Präsenz Schweiz, die für den Schweizer Pavillon verantwortlich zeichnet.
Viele grosse Unternehmen sind dort vertreten, ebenso wie Organisationen wie Schweiz Tourismus, Swiss Wine Promotion und mehrere Universitäten. Der Schweizer Pavillon «soll als Beschleuniger für die Verteidigung der Schweizer Interessen in Japan» fungieren.
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