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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Die Post steht derzeit im Zentrum des Interesses. Ihr Entscheid, 200 Arbeitsplätze nach Portugal zu verlagern, stösst auf viel Kritik. Bei der Eröffnung ihres Standorts in Lissabon im Jahr 2023 hatte das Unternehmen versichert, dass es keine Arbeitsplätze verlagern werde.

Der gelbe Riese war auch Gegenstand einer Debatte im Parlament über die Zustellung von Post an alle Haushalte.

Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre

Gestapelte Bratpfannen
Antihaftbeschichtungen in Kochgeschirr sind eine Quelle für PFAS. Keystone / Laurent Gillieron

Der Nationalrat widmete den «ewigen Schadstoffen» PFAS heute eine Sondersitzung. Die Abgeordneten wollen zudem die Postzustellung an alle Haushalte retten. Die Ständerätinnen und Ständeräte verabschiedeten ihrerseits den Grundsatz einer gewaltfreien Erziehung.

Heute hat der Nationalrat einen Antrag angenommen, der den Bundesrat auffordert, Grenzwerte für PFAS festzulegen. Diese unterdessen allgegenwärtigen Substanzen können gesundheitsschädlich sein. Der Text fordert zudem eine Beschränkung der Herstellung und Verwendung von Produkten, die diese Stoffe enthalten könnten.

Ein weiterer wichtiger Entscheid: Die Abgeordneten haben sich für die Beibehaltung der Postzustellung an alle Haushalte ausgesprochen. Damit lehnen sie die Revision der Postverordnung ab, die eine Beschränkung der Zustellung auf Gebiete mit mindestens fünf Häusern pro Hektar vorsieht. Der Ständerat hat seinerseits einen Entwurf verabschiedet, der Eltern dazu verpflichtet, ihre Kinder gewaltfrei zu erziehen.

Gestern hat der Nationalrat einer Motion zugestimmt, die Gehälter von Führungskräften grosser Banken zu regulieren. Bonuszahlungen sollen nur noch bei entsprechenden Geschäftsergebnissen gewährt werden. Der Ständerat hat einen Entwurf des Bundesrats gebilligt, der die Attraktivität der Hochschulen besonders durch neue Namen für Abschlüsse stärken soll.

Schriftzug "Die Post" liegt am Boden zum Abtransport bereit
Der Entscheid der Post, 200 Arbeitsplätze nach Portugal zu verlagern, stösst bei den Gewerkschaften auf Ablehnung. Keystone / Christian Beutler

Wie die Zeitungen von Tamedia heute berichten, verlagert die Post 200 Arbeitsplätze nach Portugal. Die Gewerkschaften kritisieren das Vorgehen des staatlichen Unternehmens.

Die Post plant, an ihrem 2023 eröffneten Standort in Lissabon 200 spezialisierte IT-Stellen zu schaffen. Gleichzeitig will sie in der Schweiz ebenso viele Stellen abbauen. Zudem wird das Unternehmen darauf verzichten, seine neuen Stellenangebote vorrangig im Inland zu veröffentlichen.

«Nur so können wir das erforderliche Knowhow sicherstellen und bleiben beim steigenden Kostendruck wettbewerbsfähig», erklärte eine Sprecherin der Post gegenüber den Tamedia-Zeitungen. Auch der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften wird als Grund angeführt. In den nächsten fünf Jahren rechnet das Unternehmen mit rund 500 offenen Stellen im IT-Bereich.

Die Gewerkschaften sind über diese Entscheidung besorgt. Die Gewerkschaft Syndicom fordert, dass keine Auslagerung vorgenommen wird. «Es ist kaum im Interesse der Eidgenossenschaft als Post- Eignerin, wenn etwa das Briefgeheimnis von Portugal aus gehütet oder die E-Voting-Lösung von dort aus gesteuert würde», erklärte ihr Sprecher.

Zwei Männer in Anzügen
US-Präsident Donald Trump in Begleitung des Rolex-Chefs Jean-Frédéric Dufour. EPA / Sarah Yenesel

Auf Einladung des Schweizer Uhrenherstellers Rolex besuchte US-Präsident Donald Trump das Finale der US Open. Wie CH Media berichtet, verbrachte der Chef der Uhrenmarke Rolex, Jean-Frédéric Dufour, mehrere Stunden mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Dufour erreichte damit etwas, was Wirtschaftsminister Guy Parmelin nicht gelungen ist: ein persönliches Gespräch mit Trump. Gemeinsam verfolgten sie vom Rolex-Logenplatz aus den Sieg des Spaniers Carlos Alcaraz über den Italiener Jannik Sinner im Finale des Tennisturniers. Das Treffen war jedoch heikel, da Uhren aus der Schweiz seit dem 8. August mit einem von Washington verhängten Zoll von 39% belegt sind.

Das Weisse Haus lehnte eine Stellungnahme zu den Gründen für die Annahme der Einladung durch den Präsidenten ab. Über die Gespräche zwischen den beiden Männern ist nichts bekannt geworden. Aus Sicht von Jean-Frédéric Dufour war das Treffen am Sonntag jedoch zweifellos ein Erfolg.

Rolex ist nicht das einzige renommierte Unternehmen, das um die Gunst des amerikanischen Präsidenten wirbt. Einige Unternehmen bemühen sich um besondere Aufmerksamkeit in der Hoffnung auf eine politische Geste. «Tech-Chefs reihen sich im Weissen Haus auf, um Trump zu loben», titelte kürzlich das Wall Street Journal.

Verschiedene Gipfeli
Vorgebackene Produkte konkurrieren mit den traditionellen Gipfeli aus den lokalen Bäckereien. Keystone / Steffen Schmidt

Wie SRF News berichtet, hat in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten fast jede Woche eine Bäckerei ihre Türen für immer geschlossen. Traditionelle Betriebe leiden unter anderem unter der Konkurrenz durch importierte Backwaren.

Am Montag erschütterte die Ankündigung der Insolvenz der Bäckerei Limmatbeck die Kantone Zürich und Aargau. Das Unternehmen verfügte über sechs Standorte, zwei Cafés und zahlreiche Kundinnen und Kunden in der Gastronomie. Dieser Fall ist bezeichnend für einen nationalen Trend: Jedes Jahr sehen sich fast 50 Bäckereien gezwungen, ihr Geschäft aufzugeben.

Finanzielle Schwierigkeiten, Probleme mit dem Standort, fehlende Nachfolge im Familienbetrieb… Die Gründe dafür seien vielfältig, sagt Claudia Vernocchi, Vizedirektorin des Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verbands. Sie warnt: «Der negative Trend setzt sich auch in diesem Jahr fort, und die Talsohle ist noch nicht erreicht.»

In den letzten Jahren hat sich der Wettbewerbsdruck weiter verschärft, besonders wegen der Zunahme von Fertigbackwaren aus dem Ausland. Immer mehr Geschäfte verwenden importierten Teig, was billiger ist, als Teig und Brot im eigenen Haus herzustellen. «Die Importe von Fertigteigen sind ein Problem, weil sie eine Konkurrenz zu den handgefertigten Produkten in unseren Betrieben sind», bedauert Vernocchi.

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