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Swiss-Gewinn trotz hoher Treibstoffkosten gestiegen

Schweizer Gewinne steigen trotz hoher Treibstoffkosten
Schweizer Gewinne steigen trotz hoher Treibstoffkosten Keystone-SDA

Die leichte Gewinnsteigerung der Swiss in den ersten neun Monaten ist unter anderem einem kräftigen Sommergeschäft zu verdanken. Im dritten Quartal 2026 konnte die Airline trotz weniger Passagieren Umsatz und Betriebsgewinn deutlich steigern.

(Keystone-SDA) Von Juli bis Ende September kletterte der Umsatz um 8,9 Prozent auf 1,61 Milliarden Franken. Die Nachfrage nach Flugreisen sei hoch geblieben, teilte die Lufthansa-Tochter am Dienstag in einem Communiqué mit. «Besonders auf der Langstrecke und in den Premiumklassen entwickelten sich die Durchschnittserlöse positiv.»

Der Betriebsgewinn erhöhte sich um 7,4 Prozent auf 232,1 Millionen Franken. Das ist das fünftbeste operative Ergebnis in der 24-jährigen Geschichte der Swiss. Damit ist ein zweijähriger Sinkflug zu Ende.

Höhere Ticketpreise

Der Aufschwung gelang trotz steigender Treibstoffpreise, die der grösste Kostenblock der Airline sind. Nachdem die Kerosinpreise seit dem Höhepunkt im April nach Ausbruch des Iran-Kriegs sukzessive wieder gesunken waren, befinden sie seit Juli wieder im Steigflug.

Mittlerweile sind die Kerosinpreise nicht mehr weit weg vom Allzeithoch im April. Mit gut 202 Dollar kostet ein Fass Kerosin in Europa derzeit mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr. Europa hat die höchsten Treibstoffpreise der Welt.

Die Swiss wird allerdings noch nicht voll von der Preisexplosion getroffen. Bis Ende dieses Jahres seien noch 80 Prozent der benötigten Menge zu günstigeren Preisen gesichert, Anfang 2027 allerdings nur noch zu 50 Prozent, hatte Swiss-Chef Jens Fehlinger am Wochenende in einem Interview mit der «SonntagsZeitung» gesagt.

Deshalb müsse die Swiss «die gestiegenen Kerosinkosten über höhere Ticketpreise kompensieren», so der Swiss-Chef. Wie stark die Preise steigen werden, könne er nicht beziffern. Dies hänge insbesondere von Angebot und Nachfrage ab. Die Kunden seien derzeit aber bereit, einen Teil der Mehrkosten zu tragen.

Mehr Gewinn trotz weniger Passagieren

Derweil ging im Sommerquartal allerdings die Zahl der beförderten Passagiere um 2,7 Prozent auf 5,2 Millionen zurück. Die Zahl der Flüge nahm um 1,1 Prozent auf rund 39’100 ab. Gleichzeitig waren die Maschinen schlechter ausgelastet. Der sogenannte Sitzladefaktor sank von Juli bis September um 2,8 Prozentpunkte.

Insgesamt beförderte die Swiss in den ersten neun Monaten rund 13,7 Millionen Passagiere. Das sind 0,7 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Derweil fanden rund 106’500 Flüge statt, was ein Rückgang um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist. Denn die Swiss kämpft mit Engpässen bei Piloten und Triebwerken in der Kurzstreckenflotte. Dennoch habe die Swiss ihr Angebot weitgehend stabil halten können, hiess es. Die Auslastung der Flugzeuge stieg derweil leicht um 0,4 Prozentpunkte. Grund dafür sei die robuste Nachfrage.

Im Flugbetrieb zeigte sich indes ein gemischtes Bild. Die Abflugpünktlichkeit verbesserte sich in den ersten neun Monaten auf 69,0 Prozent, ein Plus von 0,8 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Die Stabilität des Flugbetriebs lag mit 96,9 Prozent hingegen um 0,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Insbesondere die Sommermonate machten dem Swiss-Betrieb zum Beispiel durch Extremwetterereignisse wie heftige Gewitter im Juni und August erheblich zu schaffen.

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