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TAGESÜBERBLICK WIRTSCHAFT

Dieser Inhalt wurde am 12. November 2009 - 17:10 publiziert

Donnerstag, 12. November
Bern (awp/sda) - VERLUST: Der Reisekonzern Kuoni hat in den ersten neun Monaten 5,7 Mio. Fr. Verlust eingefahren, nach einem Gewinn in der Vorjahresperiode von 125,7 Mio. Franken. Operativ hält sich der grösste Schweizer Reiseveranstalter aber knapp im Plus. Allerdings reduzierte sich der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 97,1 Prozent von 125,8 Mio. Fr. vor einem Jahr auf 3,7 Mio. Franken. Der Umsatz brach um 21,1 Prozent auf 2,98 Mrd. Fr. ein. Der Konzern befindet sich derweil im Totalumbau. Die Gruppe soll dezentralisiert werden, wie im September angekündigt wurde. Die Massnahmen sollen bis Mitte 2010 abgeschlossen sein und dazu beitragen, dass der Konzern weiter Kosten einsparen kann.
GEWINNSTEIGERUNG: Der Schokoladenproduzent Barry Callebaut hat im Geschäftsjahr 2008/09 mit 226,9 Mio. Fr. einen 10,4 Prozent höheren Gewinn als im Vorjahr erzielt. Der Umsatz erhöhte sich nur leicht um 1,3 Prozent auf 4,88 Mrd. Franken. Das Unternehmen hat die Verkaufsmenge um 4,1 Prozent auf 1,2 Mio. Tonnen gesteigert, während der weltweite Schokoladenmarkt um über 2 Prozent geschrumpft sei. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 2,8 auf 350,8 Mio. Franken.
GEWINNSPRUNG: Die Waadtländer Kantonalbank (BCV) hat dank eines wieder profitablen Handelsgeschäfts in den ersten neun Monaten 2009 mehr verdient. Der Bruttogewinn kletterte um 22 Prozent auf 358 Mio. Franken. Allein im dritten Quartal betrug der Bruttogewinn der nach Bilanzsumme zweitgrössten Kantonalbank 130 Mio. Franken. Das Nettoergebnis wird nicht mitgeteilt. Der kumulierte Ertrag stieg von Januar bis September gegenüber der Vorjahresperiode um 9 Prozent auf 729,9 Mio. Franken. Während der Ertrag aus dem Zinsgeschäft (-1%) und der Kommissionsertrag (-6%) sanken, verbesserte sich das Handelsergebnis von -18 Mio. Fr. auf +71 Mio. Franken. Zudem drückte die BCV den Gesamtaufwand um 1 Prozent auf 372 Mio. Franken. Die verwalteten Vermögen stiegen um 13 Prozent auf 75,5 Mrd. Franken. Der Nettoneugeldzufluss betrug 2,9 Mrd. Franken.
WETTBEWERB: Die Schweiz hat im Wettbewerb um die Hauptsitze internationaler Konzerne an Boden verloren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Verbands Swissholdings. Die Schweiz als Hauptsitz-Standort sei zwar immer noch attraktiv. Um sich behaupten zu können, brauche das Land aber eine klare Standortstrategie. Zudem drängten sich steuerliche Verbesserungen und attraktivere Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung auf. Swissholdings vertritt die Interessen der Industrie- und Dienstleistungskonzerne in der Schweiz (ohne Finanzsektor). Als Fachverband setzt sich Swissholdings für die Stärkung der Attraktivität des Konzern- und Holdingstandortes Schweiz ein. Dem Verband gehören 50 Konzerne an.
SCHLIESSUNG: Die Swisscom schliesst nächstes Jahr ihre zwölf Verkaufsstellen in den Filialen der Warenhauskette Globus. In die Bresche springt die Konkurrenz: Orange übernimmt alle bisherigen Swisscoms-Shops. Swisscom begründet den Rückzug aus den Globus-Filialen mit wirtschaftlichen Gründen. Bei den Vertragsverhandlungen mit Globus habe es keine Einigung gegeben, so dass der Vertrag per Ende 2009 nicht verlängert wurde.
ÜBERNAHME: Die BEA bern expo AG übernimmt per Anfang 2010 von der Zürcher Wigra-Gruppe die Durchführungsrechte an sechs Schweizer Messen in Bern, Zürich, Basel und Genf. Die Wigra-Gruppe übernimmt im Gegenzug eine Minderheitsbeteiligung an der Messeholding Bern AG. Ab dem neuen Jahr organisiert die BEA bern expo neu die Ferien- und Gesundheitsmesse Bern, die Basler Ferienmesse, die Ferienmesse FESPO Zürich, die Ferienmesse Vacances Genève sowie die Eigenheimmesse Bern und die Basler Immobilienmesse ImmoExpo. Zum Kaufpreis haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart.
WENIGER ANTRÄGE: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist auf den niedrigsten Stand seit Januar gefallen. In der Woche zum 7. November gingen die Anträge auf 502'000 von revidiert 514'000 in der Vorwoche zurück. Damit ist die Zahl der Anträge bereits die zweite Woche in Folge rückläufig.
WACHSTUMSPROGNOSEN: Die Aussichten für die Konjunktur im Euro-Raum haben sich nach einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) deutlich verbessert. Für das laufende Jahr rechnen die Experten nun damit, dass die Wirtschaft um 3,9 Prozent schrumpfen wird. Vor drei Monaten hatten sie noch ein Minus von 4,5 Prozent prognostiziert. Demnach wurde die Wachstumserwartungen für 2010 ebenfalls deutlich um 0,7 Prozentpunkte auf 1,0 Prozent nach oben revidiert, 2011 erwarten die Fachleute nun ein Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1,6 Prozent (zuvor: 1,5 Prozent). Längerfristig liegt das erwartete Wachstum bei unverändert 1,9 Prozent.
AUSBAU: Der BMW-Konzern baut ein zweites Werk in China und will so sein Geschäft in dem boomenden Automarkt stärken. Die Münchner unterzeichneten mit ihrem chinesischen Partner Brilliance eine Absichterklärung zur Erweiterung ihrer Produktionskapazität. Der Baubeginn für das zweite Werk in Shenyang im Nordosten Chinas ist den Angaben zufolge für 2010 geplant. Die Investitionen beliefen sich auf 560 Mio. Euro, von denen BMW und Brilliance laut einer Sprecherin je die Hälfte übernehmen. Die Produktion soll Anfang 2012 starten.
GEWINNZUWACHS: Die britische Telefongesellschaft British Telecom hat im abgelaufenen Quartal den Gewinn unerwartet stark gesteigert und seine Umsatzprognose leicht angehoben. Der Kerngewinn (EBITDA) wuchs um zwei Prozent auf umgerechnet 1,59 Mrd. Euro (1,44 Mrd. Pfund). Der Umsatz fiel im zweiten Geschäftsquartal um drei Prozent auf 5,65 Mrd. Euro. Im Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun mit einem Umsatzrückgang von drei bis vier Prozent. Bislang hatte das Unternehmen ein Minus von vier bis fünf Prozent erwartet.
EINBRUCH: Micky Maus muss den Gürtel enger schnallen. Trotz eines Besucherrekords ist der Umsatz des Pariser Vergnügungspark-Betreibers EuroDisney SCA im Geschäftsjahr 2009 (bis 31. Oktober) um sieben Prozent auf 1,23 Mrd. Euro eingebrochen. Nach einem Überschuss von 1,7 Mio. Euro im Vorjahr gab es nun einen Verlust von 63 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis fiel um mehr als zwei Drittel, blieb aber mit 26,4 Mio. Euro positiv.
RÜCKKEHR: Der österreichische Sportartikelhersteller Head hat in den ersten drei Quartalen 2009 von einem Schuldenerlass profitiert und ist damit erstmals seit vielen Quartalen in die Gewinnzone zurückgekehrt. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 24,4 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum war ein Verlust von 8,5 Mio. Euro angefallen. Auch operativ verlor der Konzern kein Geld mehr: Head fuhr einen Betriebsgewinn von 2,1 Mio. Euro ein nach einem Minus von 5,3 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

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