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Thun kritisiert Bund für Verzögerung bei Haltestelle Thun Nord

Keystone-SDA

Der Bund will den Bau der geplanten S-Bahn-Haltestelle Thun Nord auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Die Stadt Thun hat diesen Vorschlag am Montag kritisiert. Das Projekt sei ein Schlüssel für die regionale Entwicklung.

(Keystone-SDA) Der Vorschlag des Bundesrats ist Teil der Botschaft 2027 zum Ausbau der Bahninfrastruktur. Die Realisierung der im Ausbauschritt 2035 vorgesehenen Haltestelle würde damit auf einen deutlich späteren Zeitpunkt verschoben.

«Dieser Entscheid ist für uns unverständlich», wird Vizestadtpräsidentin Katharina Ali-Oesch in der Mitteilung der Stadt zitiert. Die Haltestelle sei ein Schlüsselprojekt für die Entwicklung der Region und des kantonalen Entwicklungsschwerpunkts Thun Nord. Zudem sei sie ein zentrales Element des Agglomerationsprogramms Thun.

Die Stadt werde im Rahmen der Vernehmlassung alles daransetzen, dass der ursprüngliche Zeitplan eingehalten werde, so Ali-Oesch weiter. Die eigenen Planungen für die Haltestelle würden vorangetrieben.

Im Gebiet Thun Nord soll aus einem früheren Militär- und Industriestandort ein Zentrum für Forschung und Technologie entstehen. Dort bestehe ein Potenzial für bis zu 8500 Arbeitsplätze, wie es weiter hiess. Eine gute Bahnerschliessung sei dafür ein zentraler Standortfaktor.

Laut Jolanda Brunner, Präsidentin der Regionalen Verkehrskonferenz Oberland-West, stärkt die Haltestelle den öffentlichen Verkehr in der Region. Diese leiste zudem einen Beitrag zur Reduktion des Strassenverkehrs.

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