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Die menschliche Stimme kann sowohl die Naturtonreihe als auch die Töne der chromatischen Skala wiedergeben. Das Zusammenspiel von Alphorn und Gesang wäre bereits beim Aufkommen der ersten Alphörner einfach gewesen. Es ist möglich, dass solche spontanen Konzerte zwischen Hirten auch stattfanden, nur sind sie nirgends überliefert. In Abbildungen, Beschreibungen oder Notenblättern ist das Alphorn lange…
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Mit dem Bezug der Niederalpen Ende Mai und der Hochalpen um den 21. Juni beginnt der Alpsommer. Wenn nicht früher Schneefall Hirten und Herden zur Schneeflucht zwingt, findet die Alpabfahrt Ende August oder im September statt. Zum Umzug werden die Kühe mit einem Prunkgeläute und mit den Weidschellen behängt. Das Fahrgeläute besteht in der Westschweiz…
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Der «Ranz des vaches» oder Kühreihen ist ein traditionelles Eintreibelied der Hirten ohne jede Begleitung. Mit dem Kühreihen wurden die Kühe zum Stall gerufen, sobald es Zeit zum Melken war. Der Kühreihen hat also die gleiche Funktion wie das ursprüngliche Alphornspiel. Ähnlich wie der Gebrauch des Alphorns nach 1800 zurückging wurde auch der Kühreihen immer…
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Der Flurname einer grossen, trichterförmigen Wiese am Fusse der Jungfrau bei Interlaken hat auch den in diesem Gelände seit 1805 durchgeführten Alphirten-, Schwing- und Trachtenfesten den Namen gegeben. Das erste Unspunnenfest wurde zur Versöhnung der nach dem Franzoseneinfall aufständischen Oberländer obrigkeitlich veranlasst und durch bernische Künstler als grosses Volksfest für Städter und Landleute organisiert. Zur…
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1756 schrieb Leopold Mozart eine Sinfonia pastorella für Streicher und Horn. Dieses Stück war eigentlich für ein mährisches Hirtenhorn gedacht, kann aber auch auf dem Alphorn gespielt werden. Im 19. Jahrhundert wurden lediglich zwei eigentliche Kompositionen für Gesang und Alphorn geschrieben. 1851 ein Stück von Johann Kunze für eine politische Veranstaltung, das Erzherzog-Johann-Fest in Basel.…
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Seit langer Zeit nutzten Alphirten Musik- und Signalinstrumente aus unterschiedlichen Materialien der Umgebung zur Kommunikation von Alp zu Alp. Das Alphorn als traditionelles Instrument der Hirten wurde in der Schweiz nach 1800 immer seltener. Am ersten Hirtenfest auf der Unspunnen-Wiese in der Nähe von Interlaken im Jahr 1800 erschienen nur zwei Anwärter für die alpine…
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Nach 40-jähriger Sammeltätigkeit steht in Einsiedeln die schmale Tür zur einer neuen Bibliothek offen, mit 50’000 Bänden zur Architektur- und Kunstgeschichte. Seit Jahrhunderten gilt das in der Zentralschweiz gelegene Klosterdorf Einsiedeln als Ort der Einkehr und der Spiritualität. Das Benediktinerkloster beherbergte schon früh eine Bibliothek, ein «Scriptorium» mit religiösen Büchern von unschätzbarem Wert, das heute…
Othmar Schoeck – der fast vergessene Spätromantiker
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Mit Opern, Liederzyklen und Kammermusik weckte Schoeck kurz nach 1900 das Interesse des Auslandes an Musik aus der Schweiz. Da er bis zuletzt an der Tonalität und an traditionellen Formtypen festhielt, galt Schoeck bei den Verfechtern des Fortschritts als Anachronist. Die spätromantische Grundhaltung seiner Vokalmusik, die im Zentrum seines Schaffens steht, sicherte ihm jedoch weit…
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Ueli Alder hat mehr als die Hälfte dieser Geschichte miterlebt. Am 9. März feiert der musizierende Bauer seinen 85. Geburtstag. Ein klassisches Appenzeller Bauernhaus in den Hügeln von Urnäsch, weitab von der grossen, weiten Welt. Hier auf dem Hof Strüssler auf 1050 Metern über Meer ist die Familie Alder seit 1945 daheim. Und immer war…