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Turgi als gutes Beispiel

Klein aber fein: trotz seiner bescheidenen Grösse, ist Turgi ein Ort mit eigener Identität.

(Keystone Archive)

Die Aargauer Gemeinde Turgi hat am Samstag den Wakkerpreis 2002 erhalten. Der Schweizerische Heimatschutz (SHS) würdigt damit eine fortschrittliche Siedlungsentwicklung.

Turgi setze sich seit zehn Jahren erfolgreich für die Aufwertung des Lebensumfeldes ein, begründete der SHS in einer Medienmitteilung seinen Entscheid. Der Ortskern der Agglomerations-Gemeinde und das Spinnereiareal stehen unter Schutz.

Auch die Fabrikantenvillen aus dem 19. Jahrhundert und ihre Pärke müssen gemäss Bauvorschriften erhalten bleiben. Bei Neubauten gehe die Gemeinde mit gutem Beispiel voran und vergebe Architekturaufträge für öffentliche Gebäude nach qualitativen Kriterien, lobte der Heimatschutz.

Turgi soll Schule machen

Der Aargauer Baudirektor Peter C. Beyeler wünschte sich an der Preisverleihung, dass das Beispiel Turgi, selbst etwas zu unternehmen ohne zuerst auf die Nachbarn zu schauen, überall im Aargau Schule mache. Die Preisträger-Gemeinde zeige die Ziele der kantonalen Siedlungspolitik auf: Städte und Gemeinden müssten zum Wohnen und Leben attraktiver werden.

Der Bauboom der letzten Jahrzehnte habe Turgi verschont. Seine Industriesiedlungen seien stehen geblieben, sagte Gemeindeammann Theo Wenger. Die Gemeinde habe Planungsideen in einem Leitbild festhalten und einige Vorhaben mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung realisieren können.

Schon zum zweiten Mal Aargau

Das 3000-Seelen-Dorf Turgi liegt zwischen den Städten Brugg und Baden und ist erst seit 1884 eine eigenständige Gemeinde. Entstanden ist der Ort als Siedlung um eine im 19. Jahrhundert gegründete Baumwollspinnerei herum.

Der mit 20'000 Franken dotierte Preis wird seit 1972 jedes Jahr an eine Schweizer Gemeinde verliehen. Im vergangenen Jahr wurde mit Uster im Kanton Zürich erstmals eine Agglomerations-Gemeinde ausgezeichnet. Im Kanton Aargau ist Turgi nach Laufenburg (1985) die zweite Gemeinde, die den Wakkerpreis erhalten hat.

Die Übergabe des Wakker-Preises wurde am Wochenende mit einem Volksfest gefeiert.

swissinfo und Agenturen

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