US-Börsenaufsicht klagt Goldman Sachs an
WASHINGTON (awp international) – Die US-Investmentbank Goldman Sachs soll Anleger hinters Licht geführt haben. Die US-Börsenaufsicht SEC klagte deswegen am Freitag eines der einflussreichsten Geldhäuser der Welt an. Das liess nicht nur die Aktie der Wall-Street-Grösse um zeitweilig mehr als 10 Prozent einbrechen. Weltweit gerieten die Aktienmärkte unter Druck.
Goldman Sachs soll Anleger um mehr als 1 Milliarde Dollar gebracht haben, indem die Bank ihnen ein Finanzprodukt verkaufte, das von vornherein zum Scheitern verurteilt war. Der mächtige Hedgefonds Paulson & Co. hatte nach den Erkenntnissen der SEC gegen die Anleger gewettet. Goldman Sachs verschwieg dies jedoch laut Anklageschrift.
Es ist das erste Mal, dass die Börsenwächter bei einem derartigen Geschäft einschreiten. Für die Investmentbanken könnte das der Beginn härterer Zeiten bedeuten, denn viele von ihnen hatten ähnliche Finanzprodukte im Zusammenhang mit Hypotheken aufgelegt. Goldman Sachs wollte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Vorwurf äussern./das/DP/he