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Zweite Bohrung zur Erschliessung von Wärmepotenzial

(Keystone-SDA) Zürich – Kann in Zürich Erdwärme genutzt werden? Diese Frage sollen zwei Bohrungen beantworten. Knapp 20 Millionen Franken für die erste Bohrung hat der Gemeinderat bereits bewilligt. Nun wird über zusätzliche 19 Millionen Franken für eine zweite Bohrung abgestimmt.
Die erste Erkundungsbohrung ist bis in eine Tiefe von 3200 Metern geplant. Sie soll Erkenntnisse über die geologischen Verhältnisse liefern. Fachleute gehen davon aus, dass in der Gesteinsformation Kristallin ausreichend 80-grädiges Wasser zu finden ist.
Ist dies der Fall, ist zur Erschliessung des Wärmepotenzials eine zweite Bohrung nötig. Zudem müsste eine Energiezentrale gebaut werden.
Die Bohrungen sind auf einer Baustelle beim Stadtspital Triemli vorgesehen. Mit Geothermie könnten das Spital geheizt werden sowie Gebäude, die auf dem Bohrgelände bis im Frühjahr 2011 entstehen. Zudem könnten pro Jahr bis zu 2000 Tonnen CO2 gespart werden.
An das Geothermie-Projekt knüpft die Stadt Zürich grosse Hoffnungen. Geothermie könnte eine weitere Möglichkeit sein, den von Zürich vor rund einem Jahr beschlossenen allmählichen Ausstieg aus der Atomenergie zu realisieren.

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